Teil 1: Von Jiri nach Namche Bazaar

Eines vorweg: Alles hat bestens geklappt, und coinstar logo Coinstar Money Transfer, Information About 03100 ktb central pinklao wir sind ausgepowered aber glĂŒcklich wieder in Kathmandu angekommen 🙂 Doch eins nach dem anderen…

Nach einer Busfahrt von knapp 10 Stunden, sind wir in Jiri angekommen. Dank den reservierten PlĂ€tzen war die Fahrt durchaus angenehm. Die Touris ohne Reservierung auf dem Dach des Buses, hatten sicher eine tolle Aussicht, doch nach 10 Stunden wohl wundes „Sitzpolster“ 😉

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Am nĂ€chsten Tag ging es dann frĂŒhmorgens los auf die geplante Wanderung. Tja und was sollen wir sagen? Ehrlich gesagt kamen wir vom feinsten auf den Boden der Tatsachen. Ist ja nicht so, dass wir zuhause jedes Wochenend wandern gehen und auch sonst nicht gerade die Sportskanonen sind. Daher verlangte uns schon der erste Tag SEHR viel ab und Isa’s Knie machte sich unverhofft schon nach wenigen Stunden bemerkbar. So kam es, dass wir bei regnerischem Wetter erst nach Einbruch der Dunkelheit das geplante Tagesziel Bhandar erreichten! Und das schlĂ€gt doch sehr auf die Moral, da wir hier nicht irgendwelche gemĂŒtliche Wanderwege vorfanden, sondern Trails die es aber richtig in sich haben. So stolperten wir die letzte Stunde im dunkeln irgend einen HĂŒgel hinab und das auf steilen, vom Regen rutschigen, Steintreppen. Jedoch waren wir ganz klar selber Schuld, denn WIR verpassten es, rechtzeitig „Stop“ zu sagen und uns in einer Lodge einzuquartieren. Wir folgten einfach unserem Porter Som bis zum festgelegten Tagesziel. Typisches Touriverhalten: Kopf ausschalten und einfach machen was man gebucht hat ^^ Doch so lernt man es auch und wir beschlossen noch am selben Abend, nicht zuletzt Isa’s Knie zuliebe, einen Gang runter zu schalten und uns kĂŒrzere Etappen vorzunehmen.

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So halbierten wir bereits am zweiten Tag die Etappe. Der daher gemĂŒtliche Spaziergang mit ausschlafen, steigerte die weibliche Stimmung erheblich 😉 Wir nahmen uns die Zeit, mit den Locals ein SchwĂ€tzchen zu halten und bei jeder Gelegenheit die frischen Produkte unterwegs zu kosten. So wollten wir weiter machen.

Doch am dritten Tag standen uns die 1600 Höhenmetter von Kinja nach Goyam im Wege. Und so mĂŒhten wir uns bei praller Sonne den Berg bis auf 3200m hinauf. Zu diesem Zeitpunkt kam uns unser gesamtes Vorhaben doch ein wenig ĂŒberschetzt vor. Die einzige Hoffnung war, dass sich nach ein paar Tagen eine gewisse Routine einstellt und sich unsere Fitness verbessert – und so sollte es dann auch werden 🙂

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Am Tag 4 hiess unser Tagesziel Junbesi. Nach dem FrĂŒhstĂŒck gingen wir an die letzten 300 Höhenmeter um den Lamjura Pass zu ĂŒberqueren. Nach nicht mal 20 Minuten war ich (Dominik) jedoch auf einmal vollig erschöpft und konnte kaum mehr weiter bergauf. Kurze Gedanken an die Höhenkrankheit (AMS) waren jedoch schnell verschwunden, da ein Traubenzucker und Aspirin innert Minuten meine Situation verbesserte. Beim Abstieg vom Pass zeigte sich dann die Ursache in Form einer Grippe mit Fieber 🙁 Wegen meinem Zustand und Isa’s schmerzendem Knie entschlossen wir uns, in Junbesi einen Rasttag einzulegen.

So verbrachten wir einen ganzen Tag im sehr schönen Dorf Junbesi um KrĂ€fte zu tanken, ordentlich zu essen (Dal Bhat ^^) und mit Sightseeing. Wir trafen diverse andere Touristen, die notgedrungen auch von Jiri aus anreisten, da wegen des anhaltend schlechten Wetters, mehrere Tage lang fast alle FlĂŒge nach Lukla gestrichen wurden. Der Erholungstag brachte den erhofften Erfolg und alle waren am nĂ€chsten Tag fit fĂŒr die nĂ€chste Etappe.

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Der nunmehr 6.Tag sah vielversprechend aus und am Morgen drĂŒckte die Sonne durch. Doch schon nach einer Stunde fing es an zu Regnen und wir suchten Zuflucht in einem Teehaus und montierten unsere Regenklamotten. Leider war unser Porter Som ĂŒberhaupt nicht auf Regen vorbereitet und wir kauften ihm kurzerhand 2 Quadratmeter Plastik und wickelten ihn darin ein 🙂 Der Tag zog sich dann jedoch wieder arg in die LĂ€nge und wir durften nochmals in den „Genuss“ eines Abstiegs im dunkeln kommen. Auch schien jetzt eine ErkĂ€ltung die Runde zu machen und die MĂ€dels killten WC-Rolle um WC-Rolle 🙂

Tag 7 begann wieder mit Ă€hnlich positivem Wetter bis zum Mittag. Als es ein bisschen zu Regnen anfing, waren wir uns dies ja langsam gewöhnt und machten uns regendicht. Nach einer weiteren Stunde kam jedoch ein Wolkenbruch, der mit dem Monsun im Sommer locker mithalten konnte. Bei solchen Wassermassen und hohen Temperaturen bleibt man auch mit unseren „tollen“ GoreTex-Jacken nicht mehr trocken 🙂 NotdĂŒrftig stellten wir uns im Dorf bei irgend einem Haus unter und hofften auf eine, zumindest kleine, Wetterbesserung. Doch es kam anders, denn im Haus fanden gerade die Hauptfeierlichkeiten zum wichtigen nepalesischen Dashain Festival statt und die ganze Familie (ca 50 Leute aus dem ganzen Land/Welt zusammen gezogen ^^) war versammelt. Sie luden uns sofort hinein und servierten Reis-Bier (Chyang), Reis-Wein (Raksi) und Essen (Dal Bhat und frisch geschlachtetes Schwein) im Minutentakt. Auch Som hatte seinen Spass. Da er dieses Fest nicht mit seiner Familie feiern konnte, konnte er wenigstens hier richtig abfeiern 😉 Es war eine super interessante Begegnung und wir verbrachten ein paar Stunden dort – Ein Dank an den Regen! Som blieb noch lĂ€nger und kam erst am Abend, ordentlich erheitert, in die Lodge zurĂŒck ^^

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SpĂ€testens am Tag 8 machte sich unsere verbesserte Fitness bemerkbar und wir packten die Strecke innerhalb einer, fĂŒr uns, super Zeit und erreichten die Lodge bereits am Nachmittag. Daher war genug Zeit um zu waschen und wir gönnten uns wieder einmal den Luxus einer Hot-Shower ^^

Der folgende Tag begann endlich mal mit diesem berĂŒhmten, klaren Postkarten-Wetter und wir hatten die ersten Berggiganten vor uns! Angetrieben von dieser Szenerie lief es sich fast schon von alleine und als wir schon bald den Flugplatz Lukla vor uns sahen, konnten wir es zuerst nicht glauben. Wir hatten jetzt wirklich einen beachtlichen Teil der Strecke hinter uns! Was in den ersten Tagen fĂŒr uns noch so unendlich weit weg schien, war nun vor uns! Wir liessen Lukla (99% der Touris fliegen direkt hier hin und machen sich nicht den Umstand eines walk-in von Jiri aus) rechts liegen und liefen bis Phakting – der ersten grossen Touristen-Hochburg auf unserem Trek. Dort angekommen merkten wir sehr schnell wie die Welt ab hier nun anders tickt: Heerscharen von hochgerĂŒsteten Trekking Gruppen, Preise die schnell doppelt so hoch sind wie noch vor ein paar Tagen und ein gedrĂ€nge auf den Treks, dass man sich vorkommt wie in der Rush-Hour auf der Autobahn. Tja, alle wollen den Everest sehen 😉

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FrĂŒh am Morgen des 10. Tages nahmen wir dann den Aufstieg nach Namche Bazaar in Angriff. Es war nochmals eine anstĂ€ndige Wanderung, doch die ersten Blicke auf die Berge Thamserku und weit entfernt Everest, machten die Anstrengung vergessen. So erreichten wir die „Sherpa-Hauptstadt“ in vernĂŒnftiger Zeit und quartierten uns in einer vermeintlich besseren Lodge ein, um auch den obligatorischen Akklimatisierungs-Tag in Namche auf 3440 Meter gemĂŒtlich zu verbringen. Aus Freude ĂŒber die zurĂŒckgelegte Strecke, gönnten wir uns endlich wieder mal ein (ĂŒberteuertes) Bierchen 😉

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Teil 2 folgt schon bald 😉
Alle Bilder gibts wie immer hier!

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2 Kommentare zu Teil 1: Von Jiri nach Namche Bazaar

  1. mario sagt:

    holy – da ging offensichtlich die post ab … schön das die positiven erfahrungen und eindrĂŒcke ĂŒberwiegen. und die 200+ fotos die gönn ich mir spĂ€ter mit den kids.

    take care
    mario

  2. Paedae sagt:

    Die Bilder sind einfach eine wahre Pracht!Mann glaubt nĂ€her dran zu sein.Es Schpricht 😉

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