Teil 2: Von Namche nach Gokyo

Und weiter gehts…

Unseren Akklimatisierungs Tag in Namche verbrachten wir mit ausschlafen, shopping, dem Besuch des Sherpa Museums und ein bisschen Internet. Leider war die Verbindung doch recht teuer, so dass wir uns auf das nötigste beschränkten. Auch die erwähnt bessere Lodge stellte sich im Nachhinein eher als Reinfall heraus, da einfach das Essen teurer war aber ansonsten nicht mal fliessend Wasser, geschweige denn eine Dusche möglich war. Auch das Wetter spielte überhaupt nicht mit und man hatte kaum 100 Meter Sicht. Ein kleiner Lichtblick war jedoch ein Abstecher in ein Restaurant für Einheimische. Wir hatten das Lodge Essen ein bisschen Satt, und so kamen wir in einer dunklen Hinterhofküche wieder mal in den Genuss von perfekten MoMo’s 🙂

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Am folgenden Tag hiess es dann für uns wieder aufzubrechen. Unglaublich, es war ein perfekter, wolkenloser Morgen der sehr vielversprechend aussah. Darum entschlossen wir uns, unseren Weg via der Erhebung hinter Namche fortzusetzen, um vielleicht das erst dicke Bergpanorama zu erleben. Und so war es! 😉 Nach einer Stunde hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf Amadablam und Everest. Dieser Anblick war bis dahin die absolute Krönung für jeden getätigten Schritt! Und das waren doch einige ^^ Weiter ging es an die 600 Höhenmeter nach Dole auf 4100m. Vorallem nach dem Mittagessen war es sehr anstrengend und die dünne Luft machte die Sache nicht einfacher. Als wir in der Lodge ankamen, waren wir ein mal mehr ziemlich ausgelutscht. 😉 Die Nacht verlief unruhig wegen der Höhenanpassung und auch wegen dem damit verbundenem, ständigen Harndrang. Und das WC steht leider nicht immer im „warmen“ Haus. 😉

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Am nächste Morgen strahlte das Wetter wieder und wir freuten uns auf die kurze Wanderung nach Machermo und hatten dort genug Zeit für die Wäsche. Zuerst fanden wir eine Lodge ganz für uns alleine. Jedoch kam schon bald eine Reisegruppe an und so war es auch in dieser Lodge vorbei mit der Ruhe ^^ Die Nacht war einmal mehr bitterkalt, aber zum Glück gibt es den Daunenschlafsack!

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Endlich war die letzte Etappe nach Gokyo auf der Tagesordnung. Dieser Trek war nochmals einfach Top! Vorbei an den Seen und den Steintürmen, im Blickfeld der Giganten. 🙂 Gokyo auf gut 4800m erreichten wir dann früh und hatten genug Zeit zum Sonnenbaden und für Fotos. Der unglaublich schöne, türkisfarbene See und das, hinter der Moräne liegende, Gletschermeer waren phenomenal. Die Mädels entschieden sich daraufhin, ihr persönliches Ziel erreicht zu haben. Ich wollte mir jedoch den Gokyo Peak nicht nehmen lassen – wenn man schon mal hier ist ^^

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So plante ich mit Som am nächsten Morgen 04:30 zu starten. Der Anfang war bei der Kälte und den müden Muskeln anstrengend, und es sollte nicht einfacher werden. 😉 Mit warmen Tee und dank Som, der mich immer wieder in Gespräche verwickelte, ging es trotz der immer dünneren Luft gut vorwärts und wir erreichten „mein“ Ziel nach gut 2 Stunden. Kurz vor der „Spitze“ zeigte sich die Sonne und wir hatten in jeder Hinsicht ein atemberaubendes Panorama vor Augen! Vielleicht können die Bilder einen kleinen Eindruck vermitteln. 🙂 Es war einfach suupper!! ^^ Und irgendwie auch ein wahrlich emotionaler Moment, nach dieser tagelangen Wanderung auf über 5300m zu stehen. Der Abstieg war dann so was von energie-geladen und auch der anschliessende Rückmarsch nach Dole ging nun angenehm locker von statten – woran das wohl lag? 😉 Auch die Mädels waren beflügelt und freuten sich auf tiefere Lagen.

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So erreichten wir innerhalb 4 Tagen den Flugplatz Lukla frühmorgens und hofften auf einen Flug nach Kathmandu. Wir konnten dann jedoch erst (aber immerhin) gegen 15:00 einsteigen, aber so was wie dieser Flugplatz ist der beste Zeitvertreib ^^ Was hier innert Minuten passiert ist der Wahnsinn! Soviel Flugaktivität auf so kleinem Raum und diese steile Piste (Abschussrampe ^^) sind ein rechtes Spektakel. Ein Traum für Leute die „nicht so gerne“ fliegen. 😉 Doch scheinbar ging alles gut und wir hatten während des Fluges freie Sicht auf das Himalaya-Gebirge – was für eine Dimension 0.o

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Abschliessend muss man sagen: das Trekking war jedes Schrittchen wert und ein toller, aktiver Auftakt für unsere Reise. Etwas getan zu habe, was sicher schon hunderttausende gemacht haben, aber was man halt zuerst mal machen muss, gibt ein Funken Befriedigung. An die Schönheit der Berge sind wir Schweizer uns ja gewöhnt (prahl ^^) aber hier ist alles einfach doppelt-dreifach so gross, tief und lang. Nepal ist einfach Top und es gefällt uns in vielen Belangen sehr gut hier. Die vielen Schattenseiten der Armut, vorallem im Stadtgebiet, sind ein krasser Kontrast zur vermeintlich „heilen“ Bergwelt. Trotzdem planen wir nach den Monaten in Indien nochmals zurück zu kommen und uns noch ein Trekking an zutun. Dies natürlich wieder mit Som – er ist ein super Typ und macht seine Aufgabe ausgezeichnet! Bei Kontaktinteresse einfach melden. 😉

Wieder zurück in Kathmandu waren wir zuerst bei Som auf ein leckeres Dal Baht eingeladen und besuchten seine Familie. Ansonsten geniessen wir the lazy life und organisieren die Weiterreise nach Indien. Erster Halt wird Varanasi sein. Dort ist die Luft wohl nicht besser als in Kathmandu 😉

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