Auf nach Varanasi

Wir bestiegen am Abend den Nachtbus ab Kathmandu Richtung indische Grenze in Sonauli. Anita und Isa bestiegen zuerst den Bus und der Fahrer wies ihnen gleich mal die hinterste Bankreihe zu, und diese hatte keine Liegesitze und auch sonst war es sehr eng. Das deutete auf eine nicht so angenehme Fahrt hin. In einer ruhigen Minute schnappte Dominik sich den Fahrer, bereit „Trinkgeld“ zu bezahlen, und fragte nochmals ob wir nicht im vorderen Teil des Busses Platz nehmen können. Bevor wir überhaupt auf das Geld zu sprechen kamen, hatten wir Plätze in der Busmitte und die Fahrt ging los 🙂 Die nächtliche Busfahrt mit einem Isa-dauernd-an-den-Kopf-niessenden und einem an Dominik-kuschelnden Nachbarn überstanden wir dann doch, und kamen am Morgen in Sonauli an. Dort bestritten wir die Grenzen Richtung Indien. Welcome to India! 🙂

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Die weiteren 8 Stunden bis Varanasi waren zwar ein bisschen angenehmer, die Fahrt jedoch sehr holperig und der Bus zunehmend überfüllt. Kurz vor Ankunft zeigte sich die Sonne in indischer Pracht und wir genossen einen leuchtend-orangen Sonnenuntergang im Bus. Nun hiess es auf irgend eine Art und Weise vom überfüllten Busbahnhof mit aufdringlichen Riksha- und TukTuk Fahrern zu einem Hotel zu gelangen. Wir fanden dann ein TukTuk zu einem vernümftigen Preis und fuhren durch die total überfüllten und versmogten Strassen. Anschliessend brauchte es noch einen Fussmarsch durch die winzigen, dreckigen und übelrichenden Gassen von Varanasi bis zu den Ghats. Wir fanden eine Unterkunft mit Roof-Top Restaurant mit schöner Sicht auf den Ganges, die Ghats und einen grossen Teil der Stadt.

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Am ersten Tag mussten wir uns erstmal um die Weiterreise mit dem Zug kümmern, da das indische Zugsystem doch mehr als überlastet ist. So liefen wir die paar Kilometer bis zum Bahnhof, was einen eindrücklichen manchmal auch schockierenden und total wirren Eindruck dieser Stadt vermittelte. Nebend tausenden Fahrrädern, Motorrädern, Rikshas und TukTuks ist es völlig normal, dass schlafende und schlendernde Kühe das Strassenbild schmücken. Nach dem uns ein Bahnhofbeamter erklärte, dass wir für eine noch mögliche Zugreservation unsere Reisepässe benötigen (für die Tourist-Quota), fuhren wir mit dem vermutlich schnellstem Riksha-Fahrer zurück in das Hotel und wieder zurück zum Bahnhof. Anschliessend machten wir einen gemütlichen Abend im Hotel und stellten den Wecker auf 5 Uhr morgens um die obligatorische Bootsfahrt entlang den Gahts zu machen.

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Die ganze Szenerie im Morgenlicht mit all den Menschen die sich waschen, meditieren, beten, Yoga betreiben oder einfach nur den Sonnenaufgang beiwohnen, hat wirklich was einzigartiges! Die Bootsfahrt war sehr erholend und zeigte die Stadt von einer anderen Seite. Besonders eindrücklich waren die Ghats mit den brennenden Feuern, bei denen die Hindus den Toten die letzte Ehre erweisen.

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Nach einem leckeren Frühstück packten wir zuerst unsere Habseligkeiten und machten uns anschliessend auf den Weg, um die vielen Gassen noch ein bisschen zu erkunden. Speziell gefiel uns der (weltklasse!) Blue Lassi Shop und die Strassenküchen. Am Abend besuchten wir die tägliche Zeremonie am „Main-Ghat“, der wegen des Diwali Festivals noch viel mehr Besucher als sonst beiwohnten. Da unser Zug erst um 23.00 Uhr abfuhr, schlugen wir uns die Zeit noch ein bisschen um die Ohren. Isa unter anderem mit regelmässigem Übergeben – Eis im IceTea war wohl doch keine gute Idee. 🙂 Entsprechend mühsam verlief die nächtliche Zugfahrt mit unzähligen Besuchen auf der stinkenden Toilette.

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In Satna angekommen haben wir uns entschlossen, hier ein Hotel zu suchen und nicht zusammen weiter nach Khajuraho zu fahren. Während Isa sich im Hotel kurierte, nahmen Anita und Dominik ein Taxi und machten Khajuraho als Tagesausflug.

Doch diese Geschichte gibt es beim nächsten mal 😉

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