Monthly Archive for März, 2011

Kolkata und der Baum der Erleuchtung

Der Flug von Goa nach Kolkata mit Kingfisher verlief angenehm und problemlos. Aus irgendeinem Grund erwarteten wir von Kolkata nichts besonderes, doch wir wurden überaus positiv überrascht. In der Stadt befindet sich eine gigantische Grünfläche mit Seen, weidenden Pferden und Ziegen, Denkmäler und dem Cricket Stadion. Das lud zu eine Erkundung zu Fuss ein. Auch das Treiben der Leute ist sehenswert. Cricket ist hier Religion, doch man sieht auch hin und wieder einen Fussball. Angetan vom Grün, entschieden wir uns zum botanischen Garten auf der anderen Seite des Flusses zu fahren. Auch dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt, befindet sich doch der weltgrösste Banyan-Tree mit einem Umfang von 1.5km und über 2800 Wurzeln in diesem Park!

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Die Gegend um unsere, im wahrsten Sinn des Wortes, Absteige an der Sudder Street gefiel uns sehr. Das Viertel war sichtbar gereinigt und jeden! Morgen wurde der Müll von der Strasse geputzt. Ob das immer so ist, oder nur wegen der auch in Kolkata stattfindenden Cricket Weltmeisterschaft, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis. Direkt vor unsere Absteige gab es herrlichen Chai und zum Frühstück Bhaji und so konnte man super in den Tag starten. Echt Indien! Ein Mann kniet in einer Ecke an der Strasse und macht wohl seit 30 Jahren nichts anderes als den ganzen Tag seinen Milchtee zu kochen ;) Doch die Leute stehen Schlange und seine Chai-Erfahrung war auch für uns ein Genuss!

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Auch das Paradies ist endlich

Die Zeit bis zur Ankunft unserer letzten Besucher aus der Schweiz verbrachten wir nochmals mit einem Abstecher über die Grenze Goas hinaus. Wir machten einen Ausflug zur „Paradise Beach“ nördlich von Goa im Staat Maharashtra. Die Fahrt mit unserer geliebten Enfield führte uns zuerst nach Kerim und von dort über den Grenzfluss weiter nach Shiroddha. Da die Brücke nach Maharashtra immer noch nicht fertig gestellt ist, nahmen wir die kostenlose Fähre. Die Umgebung war erstaunlich schön und wir genossen die Aussicht auf die Felder und kleinen Dörfer entlang der Route. Der kleine Abstecher zum Fort Tirakol hat sich auch gelohnt, wurde doch dieses Fort gerade erst kürzlich renoviert und zu einem edlen Hotel umgebaut. Im Innenhof des Forts befindet sich sogar eine kleine Kirche und die Aussicht vom Fort Richtung Goa ist traumhaft. Angekommen am Strand waren wir begeistert. Der Strand war fast menschenleer und auch die üblichen Strandverkäufer und Beach-Shaks „suchte“ man vergebens. Es ist schon erstaunlich, ein Katzensprung ausserhalb Goas, eine ganz andere Welt. Nach der kurzen Strandinspektion mussten wir aber zuerst eine Unterkunft ausfindig machen. Dank eines Tipps fanden wir eine nette Anlage, welche sogar die Möglichkeit bot, in zur Verfügung gestellten Zelten zu übernachten. Diese Gelegenheit liessen wir uns natürlich nicht nehmen ;)

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Zurück in Goa wurden wir zu einer indischen Hochzeit eingeladen. Da unsere Trekking und Strand Klamotten nur bedingt geeignet waren, kaufte uns unser Freund Jay in letzter Minute traditionelle Hochzeitskleider. So wohnten wir mit voller Ausstattung bei über 35 Grad der Hochzeit bei und gaben, gemäss einheitlicher Meinung, eine gute Figur ab ;) Vielleicht sogar eine zu-gute, denn zu viel Aufmerksamkeit ist nicht optimal, da man gemäss indischem (Aber-) Glauben damit böse Blicke auf sich zieht. Und so kam es, dass wir in der Nacht des selben Tages wegen eines Enfield-hassenden Hundes einen kleinen Unfall mit unserer Enfield hatten. Zum Glück ist nichts schlimmes passiert und wir kamen mit ein paar Kratzern davon. Doch das Bike hatte einen Beton-Pfeiler geküsst und sah dementsprechend aus. Bei unserer Gastfamilie war der Grund für dieses Übel natürlich schnell gefunden. Wir hatten an der Hochzeit einfach zu viele „Bad-Eyes“ gesammelt und darum die Attacke des Hundes ungewollt heraufbeschworen ^^ Um uns von diesen bösen Blicken zu befreien wurde am nächsten Tag ein bisschen schwarze Magie angewandt :) In eine Zeitung wurde Reis und eine Chilly verpackt, anschliessend fuhr uns die „Dorfhexe“ mit dem Packet den Körper ab und murmelte irgendwelche Sprüche. Danach wurde dieses Packet verbrannt und mit der Asche unser Gesicht verschönert :) Was wir davon halten? Keine Ahnung. Immerhin sind wir seither wieder unfallfrei und lustig war es auf jeden Fall :D

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