Das Wetter am nächsten Morgen war wieder einmal herrlich und wir freuten uns auf die Strecke zum Tilicho High Camp. Kurz nach der Hälfte der Strecke wechselte die Freude jedoch in eine Art von Entsetzten. Hatten wir am Vortag noch gross über die Einfachheit des Annapurna Circuits debattiert, sahen wir uns nun mit einem (für uns) haarstreubenden Trek konfrontiert. Wir hatten auf der Karte gesehen, dass der Weg durch ein Erdrutschgebiet führt, doch was wir vorfanden, überstieg unsere Vorstellung. Der Weg ist schmal und verläuft hunderte Meter in Mitten von instabilen Erdrutschhängen die in die Tiefe abfallen. Man kann sich vielleicht vorstellen wie einem das Adrenalin in den Kopf schiesst, wenn der Boden kurzzeitig nach gibt oder von weit oben Steine den Hang hinunter rollen. Für uns war das eine Art Grenzerfahrung und wir kamen total fertig, jedoch vor dem aufziehenden Schneesturm im High Camp an. Der Abend bescherte noch ein Highlight, da hinter der Lodge eine Herde mit über 120 Yaks und einem nur wenige Stunden alten Jungtier nächtigte. Anita war hin und weg
[sthumbs=2631|2627|2634,200,max,n,center,]
Die Nacht im Tilicho Base Camp war kalt, wegen der Höhe unruhig und es schneite fast die ganze Nacht. Doch als wir uns um 6 Uhr bereit machten, den Aufstieg zum Tilicho See in Angriff zu nehmen, klarte der Himmel auf und es hörte auf zu schneien. Nach einer Stunde Aufstieg jedoch, zogen bereits wieder Wolken auf und der Schneefall setzte ein. Wir liessen uns nicht entmutigen und setzten den Weg zum See auf knapp 5000 Meter fort. Doch als der Nebel immer dichter und der Schnee immer höher wurde, brachen wir dieses Vorhaben eine knappe Stunde vor dem See ab. Denn zum einen wollten wir ja etwas vom See und den Bergen sehen und zum anderen war unsere Ausrüstung schon knapp an der Grenze. Daher kann man sich vorstellen, dass die Kleider unseres Porters schon lange nicht mehr tauglich waren. Auf die Frage ob es mit seinen Turnschuhen nicht zu kalt sei, hiess es natürlich “No Problem Sir”, doch er rutschte im Schnee herum und hatte sicher kalt. Auch wollten wir noch am gleichen Tag wieder über die haarstreubende Erdrutschstrecke zurück, und die braucht auch bei gutem Wetter schon genug Kraft. So kehrten wir um und haben die Entscheidung auch nicht bereut, als wir die Fotos von den Leuten anschauten, die an diesem Tag bis zum See gingen – Sicht Null
Comments
David&Karin in "Digitaler Super GAU"
Hey Anido! Euses Beileid, das isch wohl definitiv öppi...serge.hoegger@bluewin.ch in "Digitaler Super GAU"
Hallo Ihr zwei so ne kacke echt das ist ein scheiss mo...Dom in "Digitaler Super GAU"
Hey Stefan! Mir hend sicher mal die pics wo uffem blog ...Dom in "Digitaler Super GAU"
Helas ihr zwei! Danke für die Worte. Die grösste Wut ...Dom in "Digitaler Super GAU"
Hi Mario! You got mail ;) Velle Dank!