Lovely Philippines

Der Abflug war stressig. Frühmorgens und schlaftrunken nahmen wir Abschied von Jrene & Mario in Kuala Lumpur und machten uns auf zum Airport. Am Check-in dann die Überraschung: „Bitte zeigen Sie mir das Weiterflugticket aus den Philippinen.“ Weiterflugticket? Noch nicht gebucht… Tja, dann fliegen Sie heute nicht mit uns! Waas?!?
Im letzten Moment fanden wir einen Internetzugang, buchten die Tickets nach Hawaii und druckten die ganze Sache aus. Unsere Namen wurden bereits ausgerufen, doch wir erreichten das Gate in letzter Minute und völlig ausser Atem bestiegen wir das Flugzeug. Nun gut, haben wir den „last call“ auch mal erlebt 😉
Unser Flug endete nicht direkt in Manila, sondern in Angeles City – dem grössten Bordell der Philippinen. Wegen unseren doch netten Tage in Pattaya, gingen wir davon aus, dass wir uns auch hier zurechtfinden werden. So wartete Anita mit dem Gepäck vor dem Supermarkt und ich machte mich auf Zimmersuche. Diese verlief jedoch nicht sehr zufriedenstellend. Ausser Stundenzimmer und Hotels mit Kontaktbar, in denen man als Paar nicht wirklich ein Zimmer bekommt, fand ich nichts. Nach zahlreichen „No thank you“ auf die Angebote Viagra oder Frauen, ging ich zurück und wir entschieden uns, direkt nach Manila weiter zu fahren. Irgendwie hatten wir ein schlechtes, schmuddeliges Bild von Angeles City und die vielen Greise mit blutjungen Mädchen leisteten sicher auch ihren Anteil.
Wir fragten einen Security nach dem nächsten Bus Terminal und er begleitete uns freundlichst zum Taxi und gab Anweisung wo der Fahrer uns hinbringen sollte. Mit einem Auge sahen wir gerade noch, wie der Taxifahrer Kommission bezahlte für die „Vermittlung“ und unsere Fahrpreis hat sich natürlich um diesen Betrag erhöhte. Tja, nach Wochen in Südostasien mit bereitwilliger und unentgeltlicher Hilfe der Menschen, läuft es hier halt wieder wie in Indien: Jeder will was vom Touristenkuchen ab haben 😉
Die Busfahrt endete in irgendeinem Slum Manilas und wir fühlten uns für einen Moment nach Delhi zurück versetzt. Überbevölkerung, Chaos und jeder Taxifahrer stürmt den Bus um uns die überteuerten Dienste anzubieten. Da wir überhaupt keinen Plan, geschweige denn eine Adresse hatten, ignorierten wir die Taxifahrer und bestiegen die Metro um vielleicht irgendwo ein Hotel zu finden. Wir stiegen aus als die Gegend objektiv besser aussah und bestiegen ein Sammeltaxi, welches uns hoffentlich in ein touristisches Viertel bringen würde. Schlussendlich fanden wir eine gute Unterkunft, jedoch war es schon eine spezielle Erfahrung in solch einer Stadt ohne den geringsten Plan, geschweige denn einer Adresse, anzukommen.
An den Tagen in Manila regnete es fast ununterbrochen, was für die Erkundungsmotivation nicht gerade förderlich war. Immerhin bescherten uns die Taifun-Ausläufer noch nie gesehene Blitze und Donner, so hatten wir zum Nationalfeiertag auch eine Art 1.August Feuerwerk.
Wir hofften mit einer Flucht Richtung Süden dem schlechten Wetter zu entfliehen und buchten einen Flug nach Bohol. Nach der halben Flugzeit klarte das Wetter auf und gab den Blick auf hunderte der tausenden philippinischen Inseln frei – ein toller Anblick!
Die erste Woche auf Bohol verbrachten wir mit dem Erkunden der Insel und Reiseplanung. So besuchten wir unter anderem die Chocolate Hills, eine Schmetterlingsfarm und auch ein Besuch der Aufzuchtstation für Tarsier-Affen durfte nicht fehlen. Diese mini Affen sind so was von knuffig und erinnern eher an Kobolde als an Affen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch am essen haben wir sehr Freude! Jeden Abend gibts irgendwo ein BBQ und das weitere Philippino Essen ist sehr lecker. Den vielen Auswanderern hier ist zu verdanken, dass wir sogar ein Swiss Breakfast mit italienischem Salami und Schweizer Käse fanden!! Nach Monaten in Asien ein absolutes Highlight!
Von allen Ländern Südostasiens, welche wir schon bereist haben, gefallen uns bis jetzt die Philippinen mit Abstand am besten. Die Leute leben einfach aber sind sehr herzlich, die schöne Landschaft lädt zum erkunden ein, die Strände und das Meer sind eine Wucht und zu guter letzt sind die Philippinen ein Tauchparadies – genau unser Ding also 😉

In der zweite Woche meldeten wir uns für den Rescue Diver Kurs an. Der Kurs war teilweise anstrengend aber sehr lohnenswert. Lernt man doch unterwasser mit Stress umzugehen, Probleme zu erkennen und anderen Tauchern zu helfen.
Zum Abschluss buchten wir noch einen Trip zur Insel Balicasag zum Fun-Tauchen mit anschliessendem BBQ am Strand. So ziemlich die ganze Tauch- und Resortcrew war anwesend und es wurde ein gelungener Anlass. Vielen Dank an Gerhard & Alex (Sundivers) und Peter (Sunside Resort) für die netten Tage!

 

 

 

 

 

 

Doch wir wollen ja noch was von den vielen philippinischen Inseln sehen und darum hies es am Morgen früh aufstehen, damit wir die Fähre nach Siqujor erwischen.

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