BIG Island Hawai’i

Bei unserer Ankunft in Hilo empfing uns das Wetter standesgemäss mit grauen Wolken und Nieselregen. Die ganze Visa Prozedur bei der Einreise in die USA verlief absolut einfach und schnell. Selten solch hilfsbereite und freundliche Grenzbeamten erlebt. Der reservierte Jeep Wrangler stand auch bereit und wir verbrachten die verbleibende Zeit mit Besorgungen und Besuchen von Wall-Mart usw. Ist schon witzig in den USA durch die Regale des Supermarkt zu ziehen. Packungen, Dosen, Einkaufswagen, Kühlschränke, alles ist deutlich grösser als in Europa. Size matters!

Am ersten Tag fuhren wir Richtung Norden ins Waipio Valley. Mit Abstecher zu den an der Strecke liegenden Wasserfällen, erreichten wir den View Point ins Tal. Der Blick auf den untenliegenden Strand und den Klippen im Hintergrund ist phenomenal. Dank 4WD wagten wir die steile Strasse ins Tal. Die Fahrt war es wert, denn Strand und Tal sind herrlich. Jedoch liegt unten im Tal ein zerfetztes Auto in den Bäumen als kleines Mahnnis wie gefährlich die Strasse sein kann. Mit genügend Vorsicht ging die Fahrt hinauf jedoch forexpeacearmy.com problemlos, wenn man den 4WD- Low (Untersetzung) einlegt.

 

 

 

 

Am nächsten Tag hatte ich Geburtstag und Weihnachten zusammen, denn es ging auf den Mauna Kea. Vulkane und Astronomie an einem Tag, SUPER! 🙂
Zuerst ging es via Saddle Road, welche neu 4-spurig ausgebaut ist, zum Mauna Kea Visitor Center auf 3000m.ü.M zur Akklimatisierung. Empfohlen wird 30 Minuten. Wir fanden das ein bisschen kurz und blieben über eine Stunde. Immerhin kommt man von Meereshöhe und fährt mit dem Auto in 1.5 Stunden auf 4200m.ü.M. In Nepal häufig gesehen, wie das enden kann.
Wir hofften während der Fahrt hinauf auf keine Probleme mit dem Mietwagen, denn da oben gilt keine Versicherung und Abschleppen wird sehr teuer.
Auf dem höchsten Punkt hatten wir dann tolle Eindrücke dieser Mondlandschaft und eine unglaubliche Aussicht. Die weissen Observatorien sind ein schöner Kontrast zu den verschiedenen Ertönen des Vulkangesteins. Der anschliessende Sonnenuntergang über allen Wolken war weltklasse und die sich bewegenden Teleskope machen das Spektakel perfekt. Auf dem Weg nach unten hielten wir wieder beim Visitor Center an, denn jeden Abend werden dort mobile Teleskope aufgebaut und man kann selbst ein bisschen Sternengucken 😉 übrigens ist hier der blose Nachthimmel unglaublich klar. Ich habe seit meiner Kindheit die Milchstrasse wohl nicht mehr so eindrücklich gesehen. Keine Lichtverschmutzung 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wechselten wir unseren Standort und fuhren ganz in den Süden in das Dorf Ocean View. Die Unterkunft war ein hergerichteter VW Bus auf dem Lavafeld. Das LovaLavaLand. Der Host Matt empfing uns freundlich und erklärt uns die „Anlage“. Der Strom kommt von Solarzellen und ein Regenbecken sorgt für Wasser. Super Eco Resort und mit 25$ pro Nacht unschlagbar günstig. Am Abend kochten wir zusammen und quatschten über die Unterschiede zwischen USA und Europa.

Weiter ging es mit dem Vulcano National Park. Die Gebühr von 10$ pro Auto ist jeden Cent wert! Das Vulkan Gebiet ist riesig und man findet überall interessante Infoschilder. Der erste Halt ist direkt oberhalb des Kraters und man sieht die Gaswolke in den Himmel ziehen. Des weiteren machten wir diverse Kurztouren zu Fuss durch das Gelände und fuhren die Creater Road bis zur Küste. Diese gigantischen Lavafelder können einen wirklich sprachlos machen und nach jeder Meile verändert sich die Umgebung komplett. Das Ende der Strasse hat die Lava gleich selbst markiert, die Hinweistafel braucht es nicht wirklich 😉

 

 

 

 

Am Tag darauf blieben wir „lokal“ und erkundeten die Strände am Südspitz. Dass die Strassenkarte nicht sehr Aussagekräftig ist merkten wir schnell. Einen kurzen Abstecher an einen Strand bedeutet schnell über 30 km Schotterstrecke – one way! Den Weg schafft man im besseren Schritttempo mit dem 4WD und hat immer 2 Finger gekreuzt, dass die Mietkarre nicht den Geist aufgibt. Die Fahrt ging weiter zum Southpoint, dem südlichsten Punkt der USA *hoho*. Von dort führt eine weitere 4WD Strecke zur Green Sand Beach. Wir zögerten beim Anblick der Strecke. Doch ein, wie immer cooler, Hawaiianer sah unser zweifeln und bot an, mit seinem Wagen voraus zufahren. Wir konnten ihm gemütlich folgen und uns voll auf die „Strasse“ konzentrieren. Zum Glück, denn die Strasse ist ein Labyrinth an möglichen Spuren und man sollte schon wissen, wo man durch fährt. Jedendoch war die Strecke purer FUN 😀 Auch der Anblick des Strandes lohnt sich. Hat der Sand zuerst eher die Farbe von Gold-Bronze, ändert sich dieser bei Kontakt mit Wasser in ein kristallines Grün. Sehr abgefahren!

 

 

 

 

Eine weitere Tour unternahmen wir auf die andere Seite der Insel und fuhren bis nach Kona. Jedoch hielt sich hier die Begeisterung in Grenzen, denn das Gebiet ist mehr verbaut und die Zugänge zum Strand meist durch Resorts belegt. Auch findet man dort nicht diese dramatische Landschaft wie auf der Ostseite. Die Freude kam beim probieren des Kona Kaffees und eines typischen Shave-Ice zurück.

 

 

 

 

Das Gebiet des Vulcano National Parks ist zu gross, um alles an einem Tag zu sehen. So gings nochmals in den Park um zu wandern. Wir blieben bis zum Abend um wenigstens noch ein bisschen Feuer zu sehen. Nach dem eindunkeln sieht man in der aufsteigenden Gaswolke des Kilauea, die weiter unten im Krater liegende Lava glühen. Toller Anblick! Insgeheim hoffte ich die ganze Zeit auf eine Erruption, was man natürlich bei einem Ausbruch sehr schnell bereut hätte 😉

 

 

 

 

Am letzten Tag im Süden besuchten wir weitere Strände. Nennenswert ist sicher die Black Sand Beach, da dort tagsüber Wasserschildkröten an Land kommen um sich auszuruhen. Eine Infotafel gab entsprechende Verhaltensregeln. Gibt es wirklich Leute, die versuchen auf einer Schildkröte zu reiten?!?
Zum Abschied gabs im Lavaland ein amerikanisches BBQ. Es gab Beef, Salat, und… BEEF 😉

 

 

 

 

Nun war die Zeit auf Big Island aber bereits um. Wir fuhren in den Norden, um uns zum Abschluss das Pololu Valley anzuschauen. Nochmals ein herrlicher Auslick auf die fantastischen Klippen Hawaiis und am Horizont ragt der Vulkan Haleakaka auf Maui aus dem Meer. Unseren Jeep gaben wir am Kona Airport mit 1600km mehr auf dem Tacho zurück und warteten auf den Weiterflug nach Maui. Die 8-plätzige Propellermaschine der Go!Mokulele weckte Erinnerungen an Nepal. Der Pilot gab die Sicherheits-Instruktionen über die Schulter direkt aus dem Cockpit und einen Co-Piloten sucht man vergebens. Doch sämtliche Bedenken waren schnell vergessen. Hat man doch aus einem so kleinen Flugzeug eine traumhafte Aussicht auf die Inseln und den Ozean.

 

 

 

 

 

Weitere Bilder im Album Big Island

Alle Panorama Bilder gibts hier

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