Von Sagada nach Banaue

Die Fahrt von Manila nach Sagada dauerte 2 mal 8 Stunden mit dem Bus. Vorallem die Strecke am zweiten Tag entlang der Cordillera Gebirgskette war toll. Zum Glück hatten wir perfektes Wetter, denn bei starkem Regen will man diese unbefestigten Bergstrassen sicher nicht befahren. Durch die vielen Erdrutsche unterwegs bekommt man ein Gefühl dafür, wie hier die monatlich auftretenden Taifune wüten.
Wir hatten, in Anbetracht der momentanen Regensaison sicher super Wetter und konnten jeweils am Morgen die Gegend erkunden bis es am Nachmittag zu schütten begann. So unternahmen wir verschiedene Wanderungen in Sagada und machten uns auf die Suche nach den “hängenden Särgen” in den Höhlen und an den Felswänden.

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Ein weiteres “must do” in Sagada ist ein Erkunden des Höhlensystems. Bei der Touristinformation bekamen wir einen Führer zugeteilt und dieser führte uns durch die Unterwelt Sagadas. Die Haupttour dauerte knappe 3 Stunden während denen man sich im Schein einer Kerosinlampe watend, kletternd und abseilend durch die Höhle arbeitet. Es war super Action, aber sicher nichts für Klaustrophobiker ;) Auch die Kamera wurde bei dieser Feuchtigkeit auf die Probe gestellt. Doch ausser Kratzer am Gehäuse scheint alles heil zu sein.

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Weiter ging es mit dem Jeepney (US Armeetruck zum Bus umgebaut) zum abgelegenen Dorf Mainit, denn wir wollten den Muskelkater aus der Höhle in den Hot Springs kurieren.
Wir erreichten das Dorf erst am Abend, da nur ein Jeepney pro Tag diese Strecke fährt.
Das Dorf Mainit selbst war interessant. Dampft es doch im ganzen Dorf aus dem Boden und dem Bach. Unsere einfachste Unterkunft hatte sogar einen eigenen Thermalpool, jedoch eingezäunt mit Stacheldraht und angrenzend an eine Schweinezucht :D Sicher kein 5* Spa-Bereich, aber den Muskeln tat es trotzdem gut.
Doch frühmorgens ging es wieder raus, denn wir wollten ja die einzige Verbindung zurück in die Stadt erwischen.

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Wir fuhren bis Banaue zu den berühmten Reisterrassen. Hier verbrachten wir die Tage mit erkunden der Reisfelder, welche teilweise über 2000 Jahre alt sind.

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Ein weiterer Ausflug führte uns nach 15km Tricycle and 9km wandern zum kleinen Dorf Batad. coinstar alternatives Coinstar Money Transfer, Information About Banco telecomm Dort gab es eine tolle Aussicht auf einen Hang voller Reisterrassen. Leider ging vor wenigen Wochen ein Erdrutsch durch die Terrassen nieder und haben das UNESCO Erbe arg in Mitleidenschaft gezogen. Ist wohl sehr viel Arbeitskraft nötig, um das Gebiet wiederherzustellen, denn mit Maschinen gibt es kein Durchkommen in diesem Gebiet. Ein Junge im Dorf gesellt sich später zu uns und erzählte, wie hier der Reis angebaut wird und was sich gemäss Überlieferungen alles verändert hat. Am meisten Sorgen macht dem Dorf die Abwanderung der Jungen. Wer will schon mühsam ein Reisfeld zur Eigenversorgung bewirtschaften, wenn man in Sagada bequem Touris herumfahren kann und damit echtes Geld verdient? Nur kommen wohl irgendwann keine Touristen mehr, wenn sich niemand um die Reisterassen kümmert und diese zerfallen.

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Es war echt lohnenswert in den Norden zu reisen und diese andere Seite der Philippinen auch zu sehen. Für das nächste Mal (das kommt bestimmt) werden wir sicher eine Mehrtageswanderung in dem Gebiet planen und nicht jeden Tag wieder zurück zum Ausgangsort gehen.

Doch die Weiterreise rückte näher und wir schlugen uns mit Jeepney und Bus an einem Tag nach Manila durch.
Vor lauter Müdigkeit merkte ich nicht, dass mir im Bus meine Brieftasche mit ATM Karte, Kreditkarte und Dollaris aus der Hose fiel. Erst als wir schon im Taxi sassen, bemerkte ich das Missgeschick. Der Taxifahrer versuchte sein bestes durch den Verkehr Manilas den Bus einzuholen. Schliesslich holten wir den Bus ein und ich schaute nach. Beim dritten Blick auf meinen Sitz lag dann die Brieftasche plötzlich wieder da, natürlich ohne Dollars. Soll sich der Busfahrer einen schönen Abend machen ;) Hauptsache wir haben die Karten wieder! Amerika ohne Kreditkarte geht wohl gar nicht…

Zurück in Manila hiess es schon bald Abschied nehmen von den Philippinen. Das Land ist uns echt ans Herz gewachsen und befindet sich bei uns klar in den Top 3 zusammen mit Indien und Nepal! Uns hat es richtig gut gefallen und es gibt hier noch endlos viel zu sehen. Wir werden sicher wieder kommen, denn 6 Wochen reichen in den Philippinen bei weitem nicht aus ;)

Aber Freude herrscht! Nach dem für uns kalendarisch längsten Tag unseres Lebens (42 Stunden lang 15. September ^^) sind wir in Hawaii angekommen. Trotz diverser Horror Geschichten, bezüglich Ärger bei der Einreise in die USA, konnten wir absolut problemlos die ganze Immigration hinter uns bringen. Die ganze Prozedur verlief professionell und speditiv. Und auch die Grenzbeamten waren ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Irgendwie haben wir mehr Arroganz erwartet, keine Ahnung wieso. Auch die Abgabe des Fingerabdrucks macht uns keine Sorgen mehr. Die USA sind ja bei weitem nicht mehr das einzige Land, welches dies verlangt.
Der erste Eindruck, dank den Leuten und nicht wegen dem Nieselregen, ist sehr positiv und unser roter Jeep Wrangler ist ein goiles Gefährt *harhar* :D

In diesem Sinne: Aloha & Mahalo!

Viele weiter Bilder im Fotoalbum Cordillera

 

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