Maui, Kauai & Napali Kalalau Trail

Nach dem tollen Flug von Big Island, landeten wir in Maui und bezogen unser Hostel in Wailuku. Mit unserem nun etwas kleinerem Mietauto tourten wir die folgenden Tage um die Insel. Wir genossen zuerst wieder einmal einen Strandtag an der Big Beach und schauten den Delphinen bei ihren Luftsprüngen zu. Den kurze Abstecher über den Felsen zum Hippie- und Nacktstrand, liessen wir uns nicht entgehen. Dieser war jedoch ziemlich gut besucht. Kein Wunder, denn in den USA ist FKK wohl die grosse Ausnahme. In bleibender Erinnerung ist sicher der Surfer Mitte 50, wohl gebräunt, mit wehendem Haar und… 😉

 

 

 

 

 

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Hana. Das eigentlich angepriesene Highlight ist die schmale und gewundene Garten-Strasse entlang der Küste. Am Ende der Strasse liefen wir die paar Meilen zum Wasserfall entlang dem Fluss mit seinen dichten Bambuswäldern und natürlichen Pools.
Am nächsten Morgen hiess es früh aufstehen, denn wir wollten auf den örtlichen Vulkan um die Sonne willkommen zu heissen. Scheinbar ist dies auf Maui eine Topattraktion und so teilt man den Sonnenaufgang mit einer Schar von Frühaufstehern. Die Sicht in das Tal mit dem Vulkanschatten und die Krater im orangen Morgenlicht waren eigentlich beeindruckender, als der Sonnenaufgang selber.

 

 

 

 

Den verbleibenden Tag nutzten wir um die restlichen Sehenswürdigkeiten abzuklappern und den Surfern beim Kampf mit den Wellen zu zuschauen. Wir hatten bei dem Anblick der Wellen schon rechten Respekt, in den Wintermonaten jedoch sind die Wellen 10mal höher :/ Eigentlich wollten wir uns auch auf ein Surfbrett stellen, doch aus Zeitgründen blieben wir beim Boogie-Board.
Ein bisschen weniger euphorisch als auf Big Island, verliessen wir Maui Richtung Garteninsel Kauai.

Die Ankunft auf Kauai war sehr relaxed und man merkt schnell, dass Kauai wohl die gemütlichste der Inseln ist. Das Hostel BeachHouse in Kapaa war so toll und die Betreiberin empfing uns so was von herzlich, dass wir uns sofort zu hause fühlten. Wir konnten nicht wiederstehen und nahmen das private Zimmer mit Traumaussicht auf die Palmen und das Meer. Auch sieht man Meeresschilkröten und Seehunde direkt vom Strand aus im Wasser treiben.
Die Erkundungen mit dem Auto bestätigte unseren ersten Eindruck, Kauai ist spitze! Traumhafte Natur und Landschaft, einsame Strände mit grossartiger Szenerie und sehr gemütliche Menschen. Man sagt zu recht, Aloha wurde auf Kauai „erfunden“ 😉

 

 

 

 

 

Nun hiess es aber vorbereiten, denn wir wollten ein paar Tage im Kalalau National Park verbringen. Bis auf den Gaskocher konnten wir alles nötige gratis im BeachHouse ausleihen. So ging es mit Zelt, Kocher und Essen auf den Kalalau Trail entlang der Napali Küste!
Frühmorgens gings zum Startpunkt und wir nahmen die öffentlich zugänglichen ersten 2 Meilen in Angriff. Schon nach kurzer Zeit sieht man das erste Mal einen Ausblick entlang der Napali Küste. Leute, dies ist echt der Wahnsinn!!! Diese steilen, schroffen, überwucherten Jurassic-Park Klippen suchen wohl seinesgleichen. Wir erreichten den ersten Strand und rasteten kurz. Nach einem ungewollten Abstecher zum Wasserfall (nur 2 Wege, und wir nehmen den falschen^^) gings weiter Richtung Hanakoa Campground. Da man ab Meile 2 eine Berechtigung braucht, sieht man massiv weniger Leute auf dem Trail und der Weg wird immer schmaler. Man läuft entlang der Küste durch traumhafte Natur und überquert immer mal wieder einen Strom. Die vielen Fruchtbäume entlang des Weges lassen keinen Zweifel offen: Dies ist der Garten Eden 😀
Viele Leute machen die ganze Strecke von 11 Meilen an einem Tag, doch wir nahmen es gemütlich und machten viele Pausen um diese atemberaubende Landschaft aufzusaugen.
So schlugen wir auf halbem Weg unser Zelt auf und nahmen ein kühles Bad in der Quelle. Eine koreanische Gruppe campierte neben uns und man kam in’s Gespräch. Diese Koreaner schleppten sooo viel Essen mit sich, dass sie am Abend jedem auf dem Zeltplatz etwas zu essen anboten. Vielleicht noch zu erwähnen: Wir LIEBEN koreanisches Essen seit Nepal! Leute, wer es nicht kennt, geht unbedingt mal auf ein koreanisches BBQ! Vorallem die ganzen eingelegten Gemüse Sachen (Kimchi) sind der Wahnsinn.
Wir konnten es kaum glauben. Auf Kauai im Busch bekommen wir koreanisch Essen. Einfach weltklasse 🙂

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen brachen wir früh auf um hoffentlich vor der grössten Hitze das gelobte Land, die Kalalau Beach zu erreichen. Entlang des Weges fand Anita frische Zitronen und Orangen. Wenn das Essen rationiert ist und man findet Früchte zum essen oder um die Konserven Nahrung zu verfeinern, ist das ein echter Glücksmoment.
Wir erreichten die Beach am Mittag und es verschlug uns wieder fast die Sprache. Der Strand für sich ist ja schon super, doch die Bergkulisse im Hintergrund ist unbeschreiblich schön. Es ist der Strand aus dem Bilderbuch! Der kleine Wasserfall mit Bambus-Dusche und der Seehund am Strand wirkten schon fast inszeniert 😉 An die Kalalau Beach verschlägt es vor allem Paare auf der Suche nach der Wildnissromantik, naturverbunden Hippies und Einsiedler die von dem leben „was das Land so hergibt“. Nicht alle besitzen wohl eine Parkberechtigung, denn gewisse Leute schauen aus, als lebten sie schon Monate hier ^^ Wenn mal ein Park-Ranger vorbei kommt, findet man im Jungle sicher schnell ein Versteck. Als negativen Punkt kann man wohl die gefühlten 100 Rundflug-Helikopter nennen, die pro Tag im Tiefflug über die Küste knattern. Für Leute im Heli wohl eindrücklich, für die Leute am Boden eher störend und das einzige was einem an die Zivilisation erinnert.

 

 

 
Der nächste Morgen war herrlich und wir machten einen Abstecher in das Kalalau Tal auf der Suche nach der Quelle des Flusses. Leider verlor sich der Trail irgendwo im Dickicht.  Jedoch kamen wir mit mindestens 2 Kilo Orangen wieder beim Zelt an 😉
Der Weg zurück zum Hanakoa Zeltplatz war dann anstrengend, denn die Mittagsonne brannte auf uns nieder und es ging kaum Wind. Bei der Ankunft legten wir uns zuerst wieder in den Fluss und machten was zu essen (leider wahren die Koreaner bereits weg^^).
Wir genossen die letzte Nacht im Park und starteten frühmorgens Richtung Ausgang. Bei jeder Möglichkeit nochmals die Aussicht auf die Napali Küste aufsaugend, erreichten wir ein bisschen Müde aber total happy unser Auto am Trailhead.

 

 

 

 

 

Das Auto war zum Glück noch da und nichts aufgebrochen, denn es wird häufig davon abgeraten, das Auto über Nacht hier zu parken. Wir luden alles in den Kofferraum. Ein Touri wendete sich an mich mit Fragen, die man natürlich gerne beantwortet. Kurz nicht konzentriert, schloss ich den Kofferraum und im gleichen Moment ging es durch den Kopf: SHIT!! Die Schlüssel!! Ich war einen Moment recht angepisst. Kommt man nach 4 Tagen Wanderung endlich wieder beim Auto an und freut sich so auf den nächsten Supermarkt und dann das :/ Wir baten bei Baywatch Mitch Buchannon um Hilfe und ein Rettungsschwimmer-Kumpel von ihm knackte des Auto in maximal 3 Sekunden ^^ Erfreut und 50$ ärmer konnten wir losfahren.

Den zweit letzten Tage auf Kauai verbrachten wir mit einem Besuch des Weimea Canyons und dem angrenzenden Nationalpark. Der Canyon ist quasi der kleine Bruder des Grand Canyons. Wohl nur ein bisschen grüner. Zum Schluss gings zum Kalalau Aussichtspunkt und wir sahen weit unten die Beach, an welcher wir vor ein paar Tagen lagen.

 

 

 

 

 

Am letzten Tag durfte Anita endlich ihr Geburtstagsgeschenk einlösen. Mein Bruder und seine Freundin organisierten einen Segeltripp entlang der Napali Küste mit Nachtessen und Sonnenuntergang 🙂 Von der grossen Segelyacht hatten wir einen tollen Blick „von aussen“ auf die Küste. Der aufkommende Regenbogen und die Delphine um das Boot, machten den Augenblick perfekt. Der Alkohol floss in Strömen und die Stimmung war schnell ausgelassen. Spätestens als die Yacht den ungeschützten Pazifik erreichte, gings richtig ab und die Wellen setzten ein paar Leuten arg zu. 4 Stunden Seekrank auf der Yacht war wohl für diese Damen nicht so eine tolle Erfahrung 😉 Uns ging es gut, jedoch denke ich für meinen Teil, dass ich nicht wirklich tagelang im offenem Ozean Freude hätte. Ein paar Stunden auf dem Tauchboot oder auf einer Yacht sind super, aber aus mir wird wohl kein Seemann werden. Die Wellen waren eigentlich noch harmlos, möchte nicht wissen wie es sich im Pazifik bei extremerem Seegang anfühlt. Vielen lieben Dank Livi&Fabi für diesen tollen Event!!

 

 

 

 

 

Ein bisschen wehmütig ging es zum Flughafen. Vor allem Big Island und Kauai haben uns schwer beeindruckt und es war absolut jeden Dollar wert. Wir dachten immer, wir gehen nur einmal nach Hawaii. So sicher ist das nun nicht mehr 😉

Die Sicherheitskontrollen am Airport waren sehr umfangreich. Zum normalen Gepäckscanner und Metalldetektor kam noch ein Ganzkörperscanner hinzu. Am interessantesten war jedoch der Spektralanalyzer. Die Beamten fahren mit einem Papier die Hände, Kleider, Rucksäcke, Laptop ab und stecken das Papier in eine Maschiene. Nach 5 Sekunden zeigt das Gerät an, ob irgendwelche Spuren von Sprengstoff oder Drogen vorhanden sind. Don’t fuck with TSA 😉

Nach Stops in Los Angeles und Houston, erreichten wir Cancun. Ab nun wird es ernst mit Spanisch ^^
Immerhin haben wir eine Unterkunft und sind noch nicht verhungert… Den Leuten sagen was wir wollen klappt schon recht gut, solange keine Gegenfragen kommt 😉 No entienda 😀

Alle weiteren Bilder im Fotoalbum Maui und Kauai
Die neuen Panoramabilder gibts hier (leider wieder ohne Vorschau)

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2 Kommentare zu Maui, Kauai & Napali Kalalau Trail

  1. el schwarzo sagt:

    Kurz vor em Verhungere eifach melde – het in Chiapas öpper wo mit mier i’d Gwerbschuel isch und direkt noch de Lehr usgwanderet isch… ¡Hasta luego!

    • Dom sagt:

      Ey Stefano 🙂
      Ja immer her damit! Sind grad ufem Weg nach Palenque/Chiapas. Schick mir doch es Mail mitem Kontakt, denn luege mir verbii 😉
      ¡Muchas Gracias y Saludos Amigo!

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