Mexiko – Yucatan & Chiapas

Viva la Mexico!

Wir bangten bei unserer Ankunft in Cancun ein bisschen wegen der Hurrican-Season in der Karibik. Doch Mexiko empfing uns mit besten Bedingungen. Wir blieben eine Woche in Cancun um Hawaii zu verdauen und uns über die weitere Route klar zu werden. Denn ausser dem Flug nach Cancun hatten wir uns zu Zentral- und Südamerika nach überhaupt keine Gedanken gemacht. Am ersten Tag ging es an den Strand, was gar nicht so einfach war weil es schlicht nur zwei öffentliche Eingänge gab und die restlichen Zugänge durch die unzähligen Resorts führten. Der Strand selbst war auch nicht sooo der Wahnsinn. Klar ist der schneeweisse Sand toll, doch die ganzen Kolosse im Hintergrund sind nichts schönes.

Die restlichen Tage verbrachten wir meistens im Hostel, da uns nun die Realität der Regenzeit einholte und es 5 Tage durchregnete. Dies war jedoch ok, denn wir nutzten die Zeit um die weiteren Schritte zu planen und hatten wieder einmal viel Zeit, um mit der Familie und Freunden zu hause zu skypen. Cancun selbst hat uns nicht gefallen, denn es ist zu verbaut mit Hotels, Walmart und allen weiteren amerikanischen Firmen. Es war uns zu touristisch und der Strand war nicht so schön um zu verweilen. Wir freuten uns auf die Weiterreise nach Valladolid und hofften, dass wir mehr von Mexiko selber sehen werden, als von diesem Amerika mit mexikanischen Touch 😉

Mit dem Bus in Valladolid angekommen, haben wir ein traumhaftes Hostel mit einem grossen Garten und schön eingerichteten Zimmer gefunden. Auch die Stadt selber ist sehr nett mit den ganzen bunten Häusern, Kirchen und den Pflasterstein-Strassen. Die Menschen empfingen uns sehr herzlich, auch wenn wir noch nicht so viel verstehen auf spanisch 🙂 Wir sahen zum ersten Mal eine Cenote. Das sind tiefe, runde Wasserlöcher, welche es zu hunderten auf der Halbinsel Yucatan gibt und viele davon durch Unterwasserhöhlen verbunden sind.  Ausserhalb Valladolids fanden wir nochmals eine Cenote und dieses mal liesen wir es uns nicht entgehen, darin zu baden. Es war sehr heiss an diesem Tag und da wir die Distanz falsch schätzten und den ganzen Weg zu Fuss gingen, war die Abkühlung im „blauen Loch“ genau das Richtige. Ein bisschen unsicher waren wir am Anfang schon, die Cenote war über 70 Meter tief und wer weiss was da unten alles herum schwimmt 😉 Die Cenote sind wunderschön und haben irgendwie was magisches an sich.

 

 

 

 

Am nächsten Tag machten wir den Ausflug nach Chichėn-Itzá und besuchten unsere erste Maya Stätte in Mexico. Das Gelände von Chichėn-Itzá ist eine der größten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Yucatans. Es ist unglaublich was die Mayas alles gebaut haben. Erstaunlicherweise weiss man nicht viel gesichertes über die Mayas. Was heute über die Mayas bekannt ist, scheint mehrheitlich auf Vermutungen zu basieren. Zum Glück machten wir den Ausflug frühmorgens, denn als wir um die Mittagszeit das Gelände verliessen kamen die grossen Massen mit dem Bus an. Es war wie an einem Konzert oder Fussball Spiel. Endlose Menschenmassen in der brütenden Hitze 😉

 

 

 

 

Valladolid hat uns sehr gut gefallen. Echt eine wunderschöne Kolonialstadt und wir würden jederzeit wiederkommen. Jetzt freuten wir uns noch mehr auf Mexiko!

Mit dem Bus ging es nun weiter nach Merida. Wir kamen am Nachmittag an und suchten unser Hostel in der Stadt. Merida ist die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan. Eine grosse Stadt aber leider auch sehr touristisch und alles ist teurer. Die Stadt ist sehr bekannt für seine Hängematten und gilt als Kulturhochburg. Ausserhalb von Merida gab es die Ruinenstadt Uxmal und diese besuchten wir am nächsten Tag. Uxmal war viel weniger überlaufen und vorallem die grosse Pyramide beim Eingang und die vielen Iguana Reptilien hinterliessen einen bleibenden Eindruck. Merida selbst fanden wir nichts besonderes. Lediglich die zentrale Plaza versprüht ein bisschen Charm. Zudem wurden wir beim Kauf einer Hängematte über den Tisch gezogen! Wir drückten den Preis um über 70% und bezahlten dennoch den doppelten Preis :/ Falls mal jemand das gleiche Problem hat: Eine grosse Hängematte in Merida kostet etwa 400 Pesos – so als Tipp. Auch die ganze Geschichte mit den Anti-Moskito Fasern ist ein Märchen! Und wer sich für 1000 Pesos einen Panama-Hut kauft und damit rumläuft, bezahlt wohl auch auf der weiteren Reise immer den Luxus Tarif 😉

 

 

 

 

Das Bussystem (ADO) in Mexiko ist unglaublich gut und auch nicht teuer. Man reist sicher und bequem. So waren auch die 8 Stunden bis nach Palenque in Chiapas schnell vorbei. In Palenque gibt es nahe der Ruinen eine kleine Aussteigersiedlung mit Namen El Panchan und die liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Man wohnt in einfachsten Holzhütten im Regenwald, und kann sich morgens und abends an den Tiergeräuschen erfreuen. Wir blieben ein paar Tage und besuchten die Stadt und die Ruinen. Die Ruinen in Palenque waren nochmals richtig sehenswert. Schön im Regenwald gelegen und durch die ganze Anlage verlaufen verschiedene kleine Flüsse, die einen Wasserfall speisen. In Palenque fand man einen bedeutenden Sakropharg, welcher im anliegenden Museum ausgestellt wird. Das Museum selbst war auch sonst absolut sehenswert, da diverse originale Schrifttafeln und Masken gezeigt werden. Die Ruinen in Palenque gefielen uns von den bisher gesehenen Mayastätten am besten.
Toll war auch ein Ausflug zu den naheliegenden Wasserfällen „Aqua Azul“. In jedem Land wird jedes noch so kleine Rinnsal als Wasserfall angepriesen bzw. als touristisches Highlight gefeiert, aber Aqua Azul war echt wieder mal ein sehenswerter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ging es zu unserer letzten Destination in Mexiko und wir besuchten San Cristobal de la Casa. Die Busfahrt war lange und die Temperaturen in San Cristobal auf 2100 Meter doch alles andere als tropisch. Zum Glück haben wir unsere Winterkleider immer dabei 🙂 Die Stadt ist sehr schön und es gibt unzählige stylische Boutiquen und hübsche Restaurants in den alten Kolonial-Häusern. Die farbigen Kirchen und Häuser leuchten vor allem im Abendlicht wunderschön.
Wir buchten am nächsten Tag eine Tour in eines der naheliegenden Mayadörfer. Eigentlich sind wir sehr skeptisch mit Touri-Packages, doch es erschien uns am einfachsten. Zuerst ging es in ein Familienhaus und unser Guide erklärte uns die verschiedenen Riten anhand des aufgebauten Altars. Wir hörten uns die skurrilen und aberwitzigen Erklärungen unseres Guides an und hatten ordentlich was zu lachen. Sehr interessant war der Besuch der „Dorfkirche“. Einst von den Spaniern nach bestem katholischem Lehrbild errichtet, wird diese von den Mayas rege genutzt – aber nicht im Sinne Roms 😉 Auf den ersten Blick sieht alles aus wie in jeder Kirche. Doch dank den Erklärungen des Guides sieht man wie die Mayas ihren eigenen Riten nachgehen. Die Indios haben einfach alle Symbole von den Spaniern übernommen und interpretieren ihren eigenen Glauben hinein. 3 Kreuze sind ein Symbol des Christentums? Hier nicht 🙂 Es gibt nicht viele Fotos von dem Ausflug, denn die Indios mögen es gar nicht wenn man mit der Kamera drauf hält und im besten Fall wird man nur aus dem Dorf verbannt 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Uns war es jedoch trotzdem ein bisschen zu kalt in San Cristobal und wir fuhren wieder nach Palenque um nach ein paar weiteren Tagen im Wald, mit Bus und Boot nach Guatemala aufzubrechen.

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