Ahhh Bolivia!

Nach dem Abstecher nach Iguazu ging es quer durch Argentinien wieder zurück zu den Anden. Genauer gesagt machten wir einen Abstecher nach Cafayate, einem sympathischen Dorf in den Bergen. Eines der Highlights dort war sicher die knapp 50km Fahrradtour entlang der Quebrada de las Conchas, einer Canyon- und Wüstenlandschaft nahe Cafayate.

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Via der nördlichen Grossstadt Salta, erreichten wir mit dem Nachtbus endlich die bolivianische Grenze im Morgengrauen. Doch kurz nach dem Betreten Boliviens, mussten wir feststellen, dass so eben ein Generalstreik in Bolivien für 72 Stunden ausgerufen wurde und darum sämtliche wichtigen Strassen verbarrikadiert waren. Wir dachten schon wir sitzen in der Grenzstadt fest. Auf einmal machte die Nachricht die Runde, dass doch ein Bus den Ort Richtung Tupiza verlässt und wir kauften ein Ticket. Was nun folgte war wohl die abenteuerlichste Busfahrt unseres Lebens! Der Bus fuhr die ganze Strecke nach Tupiza nicht auf irgendwelchen Strassen, sondern im ausgetrockneten Flussbett! Die Strecke wäre für jeden 4WD schon eine anspruchsvolle Sache gewesen. Mit einem Reisecar diese Fahrt zu machen war einfach nur irre ;) Die männlichen Fahrgäste durften diverse Male aussteigen, um Steine zu unterlegen oder den Bus aus dem Sand zu befreien.

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Jedenfalls erreichten wir nach über 8 Stunden (über die Strasse dauerts normal 1.5 Stunden) Tupiza und waren wirklich froh, dass die Kiste die Fahrt überstand und nicht kippte oder der Motor im Niemandsland den Geist aufgab.

In Tupiza bot sich dann an, den Sattel zu schnallen und mit Pferd die umliegende Gegend als Cowboy zu erkunden. Speziell gefiel uns, dass man beim Pferd auch mal einen Gang höher schalten und staubaufwierbelnd durch die Prärie galoppieren durfte :)
Auch erfreute uns in Bolivien die etwas andere Kultur und der indigene Einfluss. Nach den Wochen im “europäischen” Argentinen, eine willkommene Abwechslung.

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Nach dem Ende des Generalstreiks nahmen wir den Bus nach Uyuni um von dort die Tour in die Salzwüste Salar de Uyuni zu machen. Die 3 Tagestour bis zur Wüste Atacama war ein absolutes Highlight der Reise! Unglaubliche und unbeschreibliche Landschaften die man da zu Gesicht bekommt. Die verschiedenen Farben der Berge und Lagunen voller Flamingos, setzten dem ganzen die Krone auf. Und in der Nacht einen Sternenhimmel wie man ihn leider selten noch sieht. Dazu kamen sooo viele Sternschnuppen, dass uns die Wünsche schon in der ersten Nacht ausgingen ;)
Verdikt: Muss man gesehen haben!

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Überwältigt von den Eindrücken erreichten wir San Pedro de Atacama in Chile und planten unsere Weiterreise. Nicht weit entfernt betreibt die ESO das Very Large Telescope und wir hofften, dort vorbei schauen zu könne. Gemäss Webseite der ESO sind die Besuchstage über Monate ausgebucht, doch wir versuchten unser Glück und tatsächlich war ein Termin am kommenden Wochenende frei! So ging es mit dem Mietauto von Antofagasta hinein in die Atacama Wüste und nach 120km erreichten wir den Cerro Paranal und das VLT. Die kostenlose Führung und Besichtigung ist für Interessierte klar einen Abstecher wert!

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Nun ging es aber wieder zurück ins günstigere Bolivien. Wir nahmen den Bus und fuhren, via Arica und vorbei am Vulkan Sajama, nach La Paz.

La Paz finden wir einfach nur spitze, doch dazu mehr beim nächsten Mal…

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