Archive for the 'Hiking' Category

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Von Sagada nach Banaue

Die Fahrt von Manila nach Sagada dauerte 2 mal 8 Stunden mit dem Bus. Vorallem die Strecke am zweiten Tag entlang der Cordillera Gebirgskette war toll. Zum Glück hatten wir perfektes Wetter, denn bei starkem Regen will man diese unbefestigten Bergstrassen sicher nicht befahren. Durch die vielen Erdrutsche unterwegs bekommt man ein Gefühl dafür, wie hier die monatlich auftretenden Taifune wüten.
Wir hatten, in Anbetracht der momentanen Regensaison sicher super Wetter und konnten jeweils am Morgen die Gegend erkunden bis es am Nachmittag zu schütten begann. So unternahmen wir verschiedene Wanderungen in Sagada und machten uns auf die Suche nach den “hängenden Särgen” in den Höhlen und an den Felswänden.

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Ein weiteres “must do” in Sagada ist ein Erkunden des Höhlensystems. Bei der Touristinformation bekamen wir einen Führer zugeteilt und dieser führte uns durch die Unterwelt Sagadas. Die Haupttour dauerte knappe 3 Stunden während denen man sich im Schein einer Kerosinlampe watend, kletternd und abseilend durch die Höhle arbeitet. Es war super Action, aber sicher nichts für Klaustrophobiker ;) Auch die Kamera wurde bei dieser Feuchtigkeit auf die Probe gestellt. Doch ausser Kratzer am Gehäuse scheint alles heil zu sein.

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Malaysia Roundtrip

Wir empfingen Jrene und Mario, unseren Besuch aus der Schweiz, am Airport Kuala Lumpur und gemeinsam ging es mit dem Expresszug in die Innenstadt. Die ersten Tage verbrachten wir mit Sightseeing in Kuala Lumpur und schauten uns unter anderem den Tower und die Petronas Türme an. Auch Little India lockte mit leckerem Essen und günstiem Bier ;) Doch entschlossen wir uns schon bald, diese asiatische Megacity zu verlassen. Zu lange in der Stadt saugt ja bekanntlich an der Energie.

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Mit dem Zug ging es daher Richtung Norden nach Ipoh und von dort weiter zu den Teeplantagen der Cameron Highlands. Wir erwarteten einen verschlafenen Bergort, doch “verschlafen” ist in Malaysia wohl eher Utopie. Der Ort war nett, jedoch sehr auf den Tourismus ausgelegt und viele der einst unberührten Hügel, mit Frucht-Plantagen und Terassen-Häuser übersäht. Am ersten Tag machten wir eine Wanderung durch den angrenzenden Urwald und fanden trotz Warnungen im Reiseführer und einschüchternden Informationen im Internet den Weg hinein und auch wieder zurück ;) Für den zweiten Tag buchten wir die “obligatorische” Rundfahrt zu den Teeplantagen und zum Mooswald. Die Teeplantagen waren eine echte Augenweide, welche malerische Fotos erlaubte. Auch der vermooste Wald kam im besten Fantasy-Stiel à la “Herr der Ringe” daher. Zum Abschluss (ent-)führte man uns noch zur Teefabrikation bei welcher man, oh Wunder, auch gleich Tee und Souveniers kaufen konnte. Ein kulinarisches Highlight genossen wir am Abend, das Steamboat (eine Art Fondue Chinoise). Jedoch übersahen wir, dass die gereichten “Fleischplatten”, zu 90% aus verschiedenem Fisch und Fischbällchen bestanden. Und da Jrene und Mario wenig bis keinen Fisch essen, verliessen Anita und ich mit einer Fischünerdosis das Restaurant :)

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Sabah – Borneo

Wir starteten das Kapitel Malaysia in Sabah auf der Insel Borneo. Unsere ersten Erfahrungen mit dem asiatischen Billigflieger Air Asia sind ganz in Ordnung. Man muss zwar höllisch aufpassen beim buchen der Tickets, da man für wirklich alles extra bezahlt! Nicht mal Getränke oder Gepäck sind im Preis inklusive. Falls man vergessen sollte, sein Gepäck vor dem Checkin zu buchen oder zu wenig Kilos bucht, fallen happige Mehrkosten an. Wir durften zum Glück Ursi&Rico einen ordentlichen Seesack mit Ware nach Hause geben und so sind wir jetzt unter 15kg/5kg pro Person Gesammtgepäck. So reist es sich um Welten angenehmer.

Die ersten Tage auf Borneo verbrachten wir in Kota Kinabalu. Eine nette und, von den Bewohnern her, sehr chinesisch geprägte Stadt. Wir organisierten die geplante Besteigung des Mount Kinabalu und arbeiteten am mitgebrachten Schlafdeffizit aus Thailand ;)
Am Vorabend der Besteigung ging es mit dem Bus Richtung Kinabalu National Park. Kurz vor Ankunft zeigte sich der Berg ein erstes Mal. Eine sehr imposante Erscheinung, welche Nervenkitzel und auch Zweifel auslöste. Was, da wollen wir hoch!?
Die Besteigung kann nur als Package gebucht werden und ist nicht wirklich günstig zu haben. Daher meldeten wir uns am nächsten Morgen beim Park Check-in, und erhielten einen Guide, alle Voucher für die Tour und ein Lunch Packet. Die erste Etappe durch die verschiedenen Klimazonen zum Camp verlief problemlos, da der Weg sehr gut prepariert ist und man nach jedem Kilometer eine Rasthütte zur Verfügung hat. Wir erreichten Laban Rata um die Mittagszeit, bezogen unser Dorm und genossen mit den Leuten das Wetter und die herrliche Aussicht von 3200 m.ü.M. Das Buffet am Abend war weltklasse und die ursprüngliche Skepsis über den hohen Package Preis wurde mit jedem Bissen kleiner. Jedoch gingen wir schon bald schlafen, denn bereits um 02.00 Uhr in der Nacht sollte der Wecker klingeln.

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Annapurna Circuit Teil 2

Das Wetter am nächsten Morgen war wieder einmal herrlich und wir freuten uns auf die Strecke zum Tilicho High Camp. Kurz nach der Hälfte der Strecke wechselte die Freude jedoch in eine Art von Entsetzten. Hatten wir am Vortag noch gross über die Einfachheit des Annapurna Circuits debattiert, sahen wir uns nun mit einem (für uns) haarstreubenden Trek konfrontiert. Wir hatten auf der Karte gesehen, dass der Weg durch ein Erdrutschgebiet führt, doch was wir vorfanden, überstieg unsere Vorstellung. Der Weg ist schmal und verläuft hunderte Meter in Mitten von instabilen Erdrutschhängen die in die Tiefe abfallen. Man kann sich vielleicht vorstellen wie einem das Adrenalin in den Kopf schiesst, wenn der Boden kurzzeitig nach gibt oder von weit oben Steine den Hang hinunter rollen. Für uns war das eine Art Grenzerfahrung und wir kamen total fertig, jedoch vor dem aufziehenden Schneesturm im High Camp an. Der Abend bescherte noch ein Highlight, da hinter der Lodge eine Herde mit über 120 Yaks und einem nur wenige Stunden alten Jungtier nächtigte. Anita war hin und weg :)

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Die Nacht im Tilicho Base Camp war kalt, wegen der Höhe unruhig und es schneite fast die ganze Nacht. Doch als wir uns um 6 Uhr bereit machten, den Aufstieg zum Tilicho See in Angriff zu nehmen, klarte der Himmel auf und es hörte auf zu schneien. Nach einer Stunde Aufstieg jedoch, zogen bereits wieder Wolken auf und der Schneefall setzte ein. Wir liessen uns nicht entmutigen und setzten den Weg zum See auf knapp 5000 Meter fort. Doch als der Nebel immer dichter und der Schnee immer höher wurde, brachen wir dieses Vorhaben eine knappe Stunde vor dem See ab. Denn zum einen wollten wir ja etwas vom See und den Bergen sehen und zum anderen war unsere Ausrüstung schon knapp an der Grenze. Daher kann man sich vorstellen, dass die Kleider unseres Porters schon lange nicht mehr tauglich waren. Auf die Frage ob es mit seinen Turnschuhen nicht zu kalt sei, hiess es natürlich “No Problem Sir”, doch er rutschte im Schnee herum und hatte sicher kalt. Auch wollten wir noch am gleichen Tag wieder über die haarstreubende Erdrutschstrecke zurück, und die braucht auch bei gutem Wetter schon genug Kraft. So kehrten wir um und haben die Entscheidung auch nicht bereut, als wir die Fotos von den Leuten anschauten, die an diesem Tag bis zum See gingen – Sicht Null ;)

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Annapurna Circuit Teil 1

Juhuu! Gesund, aber sehr müde wieder in Pokhara angekommen! :D

Doch eines nach dem anderen…

Da wir Porter Som vom Everest Trekking nicht erreichten, trafen wir am Vorabend den neuen Porter. Er hiess Grundai, und war uns mit seinem Lächeln und seinen knapp 60 Jahren auf anhieb sympathisch. Daher beschlossen wir, mit Ihm zu gehen und besprachen die Einzelheiten der Route.

Frühmorgens ging es los mit dem Bus von Pokhara nach Besi Shahar. Da es sogar möglich war, mit einem weiteren Bus noch mehr ins Tal vorzustossen, packten wir die Gelegenheit da wir keine Lust hatten, der Strasse zu Fuss zu folgen. So kamen wir nach einer holprigen Stunde in Bhulbhule (lustiger Name^^) an und es gab erstmal Mittagessen, natürlich Dal Bhat. Anschliessend folgte die erste Minietappe nach Nadi Bazar. Da wir uns, nach nicht mal 2 Stunden spazieren, bereits in der Lodge befanden, wurde aus dem Vorsatz das Rauchen aufzugeben erstmal nix, und wir verbrachten den Nachmittag mit einem deutschen Paar. Ein kleiner Rundgang im Dorf durfte natürlich nicht fehlen. Doch bis auf die Tatsache, dass jeder Zweite Ganja verkaufen wollte gab es nichts besonderes. Wir lehnten danken ab und gingen zurück, um genügend Schlaf für den erwarteten ersten grossen Wandertag zu haben.

Der nächste Tag fing gemütlich an und auch schon bald befanden wir uns auf Wegen, die wohl eher den Namen “Strasse” verdient haben. Unaufhaltsam wird gesprengt, gebaggert und gebohrt. Trotzdem passierten wir hübsche Dörfer und gelangten gut gelaunt in Ghermu an. Wir bestellten uns eine Suppe und bemerkten nur zufällig, dass es erst 2 Uhr am Nachmittag war! Da waren wir uns von unserem letzten Trekking aber ganz andere Ankunftszeiten gewohnt (nicht war Aisha?^^) Es ist zwar schön so früh anzukommen, doch hat man dann fast zuviel Freizeit, und Zeit totschlagen ist ungesund und teuer ;) also nahmen wir uns vor, ab jetzt einfach weiterzulaufen, wenn Zeit und Energie vorhanden ist.

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