Archive for the 'Asien' Category

Von Sagada nach Banaue

Die Fahrt von Manila nach Sagada dauerte 2 mal 8 Stunden mit dem Bus. Vorallem die Strecke am zweiten Tag entlang der Cordillera Gebirgskette war toll. Zum Glück hatten wir perfektes Wetter, denn bei starkem Regen will man diese unbefestigten Bergstrassen sicher nicht befahren. Durch die vielen Erdrutsche unterwegs bekommt man ein Gefühl dafür, wie hier die monatlich auftretenden Taifune wüten.
Wir hatten, in Anbetracht der momentanen Regensaison sicher super Wetter und konnten jeweils am Morgen die Gegend erkunden bis es am Nachmittag zu schütten begann. So unternahmen wir verschiedene Wanderungen in Sagada und machten uns auf die Suche nach den “hängenden Särgen” in den Höhlen und an den Felswänden.

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Ein weiteres “must do” in Sagada ist ein Erkunden des Höhlensystems. Bei der Touristinformation bekamen wir einen Führer zugeteilt und dieser führte uns durch die Unterwelt Sagadas. Die Haupttour dauerte knappe 3 Stunden während denen man sich im Schein einer Kerosinlampe watend, kletternd und abseilend durch die Höhle arbeitet. Es war super Action, aber sicher nichts für Klaustrophobiker ;) Auch die Kamera wurde bei dieser Feuchtigkeit auf die Probe gestellt. Doch ausser Kratzer am Gehäuse scheint alles heil zu sein.

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Island Hopping Visayas

Weiter ging unsere Reise mit der Fähre in die Stadt Dumaguete auf Negros. Von dort aus nahmen wir dann ein kleineres Boot das uns auf die Insel Siquijor brachte .

Von dieser Insel haben wir schon viel gehört und waren sehr gespannt darauf, was uns erwartet und was wir alles entdecken werden. Denn die Insel des Feuers, so wie sie die Filipinos nennen, ist bis heute für viele Filipinos eine mystische Insel voller Hexen, Heiler und übernatürlichen Phänomenen.

Wir fanden in einer alten Villa ein kleines Zimmer und machten es uns mal gemütlich. Später gingen wir  das Dorf Besichtigen und suchten was zu essen. Erfreulicherweise fanden wir eines unserer Lieblingsessen hier: Kinilaw! Das ist roher Tunfisch Salat mit Kokosdressing, ein herrlicher Happen. Die  nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, mit einem Bike die Insel zu entdecken aber das Wetter spielte leider nicht immer mit. Wir mussten einmal unter dem Bananenblatt Schutz suchen weil es weit und breit keine Häuser gab.

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Die Insel Siquijor hat uns sehr gefallen weil es noch nicht touristisch ist, und die Landschaft wunderschön und sehr wenig verbaut ist.

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Lovely Philippines

Der Abflug war stressig. Frühmorgens und schlaftrunken nahmen wir Abschied von Jrene & Mario in Kuala Lumpur und machten uns auf zum Airport. Am Check-in dann die Überraschung: “Bitte zeigen Sie mir das Weiterflugticket aus den Philippinen.” Weiterflugticket? Noch nicht gebucht… Tja, dann fliegen Sie heute nicht mit uns! Waas?!?
Im letzten Moment fanden wir einen Internetzugang, buchten die Tickets nach Hawaii und druckten die ganze Sache aus. Unsere Namen wurden bereits ausgerufen, doch wir erreichten das Gate in letzter Minute und völlig ausser Atem bestiegen wir das Flugzeug. Nun gut, haben wir den “last call” auch mal erlebt ;)
Unser Flug endete nicht direkt in Manila, sondern in Angeles City – dem grössten Bordell der Philippinen. Wegen unseren doch netten Tage in Pattaya, gingen wir davon aus, dass wir uns auch hier zurechtfinden werden. So wartete Anita mit dem Gepäck vor dem Supermarkt und ich machte mich auf Zimmersuche. Diese verlief jedoch nicht sehr zufriedenstellend. Ausser Stundenzimmer und Hotels mit Kontaktbar, in denen man als Paar nicht wirklich ein Zimmer bekommt, fand ich nichts. Nach zahlreichen “No thank you” auf die Angebote Viagra oder Frauen, ging ich zurück und wir entschieden uns, direkt nach Manila weiter zu fahren. Irgendwie hatten wir ein schlechtes, schmuddeliges Bild von Angeles City und die vielen Greise mit blutjungen Mädchen leisteten sicher auch ihren Anteil.
Wir fragten einen Security nach dem nächsten Bus Terminal und er begleitete uns freundlichst zum Taxi und gab Anweisung wo der Fahrer uns hinbringen sollte. Mit einem Auge sahen wir gerade noch, wie der Taxifahrer Kommission bezahlte für die “Vermittlung” und unsere Fahrpreis hat sich natürlich um diesen Betrag erhöhte. Tja, nach Wochen in Südostasien mit bereitwilliger und unentgeltlicher Hilfe der Menschen, läuft es hier halt wieder wie in Indien: Jeder will was vom Touristenkuchen ab haben ;)
Die Busfahrt endete in irgendeinem Slum Manilas und wir fühlten uns für einen Moment nach Delhi zurück versetzt. Überbevölkerung, Chaos und jeder Taxifahrer stürmt den Bus um uns die überteuerten Dienste anzubieten. Da wir überhaupt keinen Plan, geschweige denn eine Adresse hatten, ignorierten wir die Taxifahrer und bestiegen die Metro um vielleicht irgendwo ein Hotel zu finden. Wir stiegen aus als die Gegend objektiv besser aussah und bestiegen ein Sammeltaxi, welches uns hoffentlich in ein touristisches Viertel bringen würde. Schlussendlich fanden wir eine gute Unterkunft, jedoch war es schon eine spezielle Erfahrung in solch einer Stadt ohne den geringsten Plan, geschweige denn einer Adresse, anzukommen.
An den Tagen in Manila regnete es fast ununterbrochen, was für die Erkundungsmotivation nicht gerade förderlich war. Immerhin bescherten uns die Taifun-Ausläufer noch nie gesehene Blitze und Donner, so hatten wir zum Nationalfeiertag auch eine Art 1.August Feuerwerk.
Wir hofften mit einer Flucht Richtung Süden dem schlechten Wetter zu entfliehen und buchten einen Flug nach Bohol. Nach der halben Flugzeit klarte das Wetter auf und gab den Blick auf hunderte der tausenden philippinischen Inseln frei – ein toller Anblick!
Die erste Woche auf Bohol verbrachten wir mit dem Erkunden der Insel und Reiseplanung. So besuchten wir unter anderem die Chocolate Hills, eine Schmetterlingsfarm und auch ein Besuch der Aufzuchtstation für Tarsier-Affen durfte nicht fehlen. Diese mini Affen sind so was von knuffig und erinnern eher an Kobolde als an Affen.

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Gastbeitrag: Singapore

Shopping, shopping und nochmals shopping… Singapore ist wohl die Hochburg aller Leute, welche für ihr Leben gern shoppen. Auch Shoppingmuffel werden früher oder später mit diesem heimtükischen Virus infisziert ;)
Nachdem sich Dominik die Finger und Ohren wund telefoniert hatte, fanden wir doch noch eine bezahlbare Unterterkunft in Singapore. Somit konnten wir direkt von Tioman via Johor Bharu über die Grenze nach Singapore einreisen. Die Einreise verlief ohne Probleme, so kamen wir am späten Nachmittag in Singapore an. Nur noch ein kurzer Fussmarsch trennte uns von unserem Homestay Ali’s Nest, welches im Stadtteil Little India liegt. Eine echter Geheimtipp! Wir wurden sehr herzlich von Ali mit einem Good Morning begrüsst. Zu jeder Tag- und Nachtzeit begrüsste uns Ali mit Good Morning…
Singapore war einst eine britische Kolonie, Stamford Raffels wird als Gründungsvater von Singapore angesehen. Erst durch dessen Initiative und Planung konnte diese Stadt entstehen. Noch jetzt kann man die einzelnen Einflüsse der verschiedenen ethnischen Gruppen sehen und erleben. Jedes einzelne Viertel ist wie eine kleine Welt für sich. In little India war es unverfälscht indisch. Sehr hektisch, laut und unzählige Leute auf der Strasse. Natürlich fehlten die indischen Geschäfte und Restaurants nicht. So kam Dominik wieder in den Genuss von Gobi Manchurian, Anita und Jrene konnten ausgiebig einkaufen.
Ebenso gibt es noch Chinatown, das Bankenviertel und die Clarke Quay wo es sehr westlich zu und her geht. Nicht zu vergessen ist die Orchard Road, wo sich ein Einkaufszentrum an das Andere anschliesst. Die Bahnhofstrasse von Zürich ist im Gegensatz zu dieser Einkaufsmeile ein winzig kleiner Fisch. Nicht ohne Grund ist die Lieblingsbeschäftigung vieler Singaporaner das Shoppen. Die einzelnen Einkaufshäuser sind gigantisch gross, haben oft 24 Stunden geöffnet und man verfällt sehr einfach dem Kaufrausch. Extreme Reizüberflutung!!!

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Singapore ist eine Stadt der Superlative. Alles ist grösser, spezieller und ausgefallener. Die Skyline vom Bankenviertel ist einfach totaly exciting! Die Architetur der einzelnen Gebäude könnte nicht verschiedener sein. So steht neben dem mega Wolkenkratzer ein Gebäude aus der Kolonialzeit. Und in diesem ganzem Gewimmel findet man doch noch viele ruhige Plätzchen. Auf dem Mount Faber (110 m.ü.M) hat man einen fantastischen Ausblick über die ganze Stadt. Im japanischen und chinesisem Garten kann man wunderbar entspannen.
Abschliessend kann ich sagen, wir waren alles sehr positiv überrascht von dieser Stadt. In diesen 3 Tagen hatten wir natürlich nur einen kleinen Einblick bekommen und werden gerne wieder kommen. Wir verlassen Singapore mit vielen neuen Eindrücken und um einiges schwerer Rucksäcke.

Malaysia Roundtrip

Wir empfingen Jrene und Mario, unseren Besuch aus der Schweiz, am Airport Kuala Lumpur und gemeinsam ging es mit dem Expresszug in die Innenstadt. Die ersten Tage verbrachten wir mit Sightseeing in Kuala Lumpur und schauten uns unter anderem den Tower und die Petronas Türme an. Auch Little India lockte mit leckerem Essen und günstiem Bier ;) Doch entschlossen wir uns schon bald, diese asiatische Megacity zu verlassen. Zu lange in der Stadt saugt ja bekanntlich an der Energie.

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Mit dem Zug ging es daher Richtung Norden nach Ipoh und von dort weiter zu den Teeplantagen der Cameron Highlands. Wir erwarteten einen verschlafenen Bergort, doch “verschlafen” ist in Malaysia wohl eher Utopie. Der Ort war nett, jedoch sehr auf den Tourismus ausgelegt und viele der einst unberührten Hügel, mit Frucht-Plantagen und Terassen-Häuser übersäht. Am ersten Tag machten wir eine Wanderung durch den angrenzenden Urwald und fanden trotz Warnungen im Reiseführer und einschüchternden Informationen im Internet den Weg hinein und auch wieder zurück ;) Für den zweiten Tag buchten wir die “obligatorische” Rundfahrt zu den Teeplantagen und zum Mooswald. Die Teeplantagen waren eine echte Augenweide, welche malerische Fotos erlaubte. Auch der vermooste Wald kam im besten Fantasy-Stiel à la “Herr der Ringe” daher. Zum Abschluss (ent-)führte man uns noch zur Teefabrikation bei welcher man, oh Wunder, auch gleich Tee und Souveniers kaufen konnte. Ein kulinarisches Highlight genossen wir am Abend, das Steamboat (eine Art Fondue Chinoise). Jedoch übersahen wir, dass die gereichten “Fleischplatten”, zu 90% aus verschiedenem Fisch und Fischbällchen bestanden. Und da Jrene und Mario wenig bis keinen Fisch essen, verliessen Anita und ich mit einer Fischünerdosis das Restaurant :)

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