Archive for the 'Nepal' Category

Annapurna Circuit Teil 2

Das Wetter am nächsten Morgen war wieder einmal herrlich und wir freuten uns auf die Strecke zum Tilicho High Camp. Kurz nach der Hälfte der Strecke wechselte die Freude jedoch in eine Art von Entsetzten. Hatten wir am Vortag noch gross über die Einfachheit des Annapurna Circuits debattiert, sahen wir uns nun mit einem (für uns) haarstreubenden Trek konfrontiert. Wir hatten auf der Karte gesehen, dass der Weg durch ein Erdrutschgebiet führt, doch was wir vorfanden, überstieg unsere Vorstellung. Der Weg ist schmal und verläuft hunderte Meter in Mitten von instabilen Erdrutschhängen die in die Tiefe abfallen. Man kann sich vielleicht vorstellen wie einem das Adrenalin in den Kopf schiesst, wenn der Boden kurzzeitig nach gibt oder von weit oben Steine den Hang hinunter rollen. Für uns war das eine Art Grenzerfahrung und wir kamen total fertig, jedoch vor dem aufziehenden Schneesturm im High Camp an. Der Abend bescherte noch ein Highlight, da hinter der Lodge eine Herde mit über 120 Yaks und einem nur wenige Stunden alten Jungtier nächtigte. Anita war hin und weg :)

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Die Nacht im Tilicho Base Camp war kalt, wegen der Höhe unruhig und es schneite fast die ganze Nacht. Doch als wir uns um 6 Uhr bereit machten, den Aufstieg zum Tilicho See in Angriff zu nehmen, klarte der Himmel auf und es hörte auf zu schneien. Nach einer Stunde Aufstieg jedoch, zogen bereits wieder Wolken auf und der Schneefall setzte ein. Wir liessen uns nicht entmutigen und setzten den Weg zum See auf knapp 5000 Meter fort. Doch als der Nebel immer dichter und der Schnee immer höher wurde, brachen wir dieses Vorhaben eine knappe Stunde vor dem See ab. Denn zum einen wollten wir ja etwas vom See und den Bergen sehen und zum anderen war unsere Ausrüstung schon knapp an der Grenze. Daher kann man sich vorstellen, dass die Kleider unseres Porters schon lange nicht mehr tauglich waren. Auf die Frage ob es mit seinen Turnschuhen nicht zu kalt sei, hiess es natürlich “No Problem Sir”, doch er rutschte im Schnee herum und hatte sicher kalt. Auch wollten wir noch am gleichen Tag wieder über die haarstreubende Erdrutschstrecke zurück, und die braucht auch bei gutem Wetter schon genug Kraft. So kehrten wir um und haben die Entscheidung auch nicht bereut, als wir die Fotos von den Leuten anschauten, die an diesem Tag bis zum See gingen – Sicht Null ;)

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Annapurna Circuit Teil 1

Juhuu! Gesund, aber sehr müde wieder in Pokhara angekommen! :D

Doch eines nach dem anderen…

Da wir Porter Som vom Everest Trekking nicht erreichten, trafen wir am Vorabend den neuen Porter. Er hiess Grundai, und war uns mit seinem Lächeln und seinen knapp 60 Jahren auf anhieb sympathisch. Daher beschlossen wir, mit Ihm zu gehen und besprachen die Einzelheiten der Route.

Frühmorgens ging es los mit dem Bus von Pokhara nach Besi Shahar. Da es sogar möglich war, mit einem weiteren Bus noch mehr ins Tal vorzustossen, packten wir die Gelegenheit da wir keine Lust hatten, der Strasse zu Fuss zu folgen. So kamen wir nach einer holprigen Stunde in Bhulbhule (lustiger Name^^) an und es gab erstmal Mittagessen, natürlich Dal Bhat. Anschliessend folgte die erste Minietappe nach Nadi Bazar. Da wir uns, nach nicht mal 2 Stunden spazieren, bereits in der Lodge befanden, wurde aus dem Vorsatz das Rauchen aufzugeben erstmal nix, und wir verbrachten den Nachmittag mit einem deutschen Paar. Ein kleiner Rundgang im Dorf durfte natürlich nicht fehlen. Doch bis auf die Tatsache, dass jeder Zweite Ganja verkaufen wollte gab es nichts besonderes. Wir lehnten danken ab und gingen zurück, um genügend Schlaf für den erwarteten ersten grossen Wandertag zu haben.

Der nächste Tag fing gemütlich an und auch schon bald befanden wir uns auf Wegen, die wohl eher den Namen “Strasse” verdient haben. Unaufhaltsam wird gesprengt, gebaggert und gebohrt. Trotzdem passierten wir hübsche Dörfer und gelangten gut gelaunt in Ghermu an. Wir bestellten uns eine Suppe und bemerkten nur zufällig, dass es erst 2 Uhr am Nachmittag war! Da waren wir uns von unserem letzten Trekking aber ganz andere Ankunftszeiten gewohnt (nicht war Aisha?^^) Es ist zwar schön so früh anzukommen, doch hat man dann fast zuviel Freizeit, und Zeit totschlagen ist ungesund und teuer ;) also nahmen wir uns vor, ab jetzt einfach weiterzulaufen, wenn Zeit und Energie vorhanden ist.

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Abmarsch!

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Seit ein paar Tagen sind wir in Pokhara und geniessen es sehr. Der Ort ist herrlich im Vergleich zu Kathmandu. Direkt an einem See gelegen und im Hintergrund türmt sich dass Annapurna Massiv und der imposante Machapuchare. Dieser erinnert doch sehr ans Matterhorn ;)
Um uns ein Minimum auf das Trekking vorzubereiten, gehen wir am Morgen jeweils ein paar Stunden wandern. Man muss früh raus, will man was sehen. Denn bis zum Mittag verschlingen die Wolken meistens die Berge und schon bald folgt Regen. Aber es lebt sich gut im St.Moritz Nepals ;) Die Luft und Natur sind sauber und der Ess- und Wohnstandard super.

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Morgen geht es jedoch endlich los und wir werden uns an die Annapurna-(Teil?)Umrundung wagen. Daher sind wir wohl für 2-3 Wochen nicht erreichbar!

Auch die Weiterreise wurde soeben “gebucht”. Ende Monat reisen wir nach Tibet und von dort nach Kunming im Süden Chinas. Die tibetischen Flüchtling in Pokhara haben verständlicherweise meist kein Gefallen an diesen Plänen. Man unterstütze so China nur noch mehr, sagen sie. Trotzdem haben wir dieses “Package” gebucht, auch wenn in Tibet sicher nicht mehr viel so ist, wie früher. Zudem scheint es keinen legalen Weg zu geben, ohne Agentur individuell nach Lhasa zu reisen. Vom Weg her macht diese Route absolut Sinn für uns. Treffen wir doch unseren nächsten Besuch im Juli in Malaysia und schauen vorher bei Bekannten in Thailand vorbei :)

Drückt uns die Daumen für einen passierbaren Thorong La ;)

Kolkata und der Baum der Erleuchtung

Der Flug von Goa nach Kolkata mit Kingfisher verlief angenehm und problemlos. Aus irgendeinem Grund erwarteten wir von Kolkata nichts besonderes, doch wir wurden überaus positiv überrascht. In der Stadt befindet sich eine gigantische Grünfläche mit Seen, weidenden Pferden und Ziegen, Denkmäler und dem Cricket Stadion. Das lud zu eine Erkundung zu Fuss ein. Auch das Treiben der Leute ist sehenswert. Cricket ist hier Religion, doch man sieht auch hin und wieder einen Fussball. Angetan vom Grün, entschieden wir uns zum botanischen Garten auf der anderen Seite des Flusses zu fahren. Auch dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt, befindet sich doch der weltgrösste Banyan-Tree mit einem Umfang von 1.5km und über 2800 Wurzeln in diesem Park!

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Die Gegend um unsere, im wahrsten Sinn des Wortes, Absteige an der Sudder Street gefiel uns sehr. Das Viertel war sichtbar gereinigt und jeden! Morgen wurde der Müll von der Strasse geputzt. Ob das immer so ist, oder nur wegen der auch in Kolkata stattfindenden Cricket Weltmeisterschaft, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis. Direkt vor unsere Absteige gab es herrlichen Chai und zum Frühstück Bhaji und so konnte man super in den Tag starten. Echt Indien! Ein Mann kniet in einer Ecke an der Strasse und macht wohl seit 30 Jahren nichts anderes als den ganzen Tag seinen Milchtee zu kochen ;) Doch die Leute stehen Schlange und seine Chai-Erfahrung war auch für uns ein Genuss!

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Fluglärm? Lukla Airport Video

Bei diesen doch schon ordentlich warmen Bedingungen in Goa, wünscht man sich manchmal kurz einen 5 Minuten-Aufenthalt in Nepal ;) Daher dachte ich mir, erau.edu endlich das erwähnte Video vom betriebsreichen Tensing-Hillary “Flughafen” in Lukla zu veröffentlichen. In speziellem Gedenken an Päsce ^^ Have Fun!

Des weiteren, ein kleines Update des Fotoalbums GOA.
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Guten Start in’s verschneite Wochenende allerseits :)